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Wohnungen für Pfleger und Erzieher

ROGGENTIN Wohnungen für Pfleger und Erzieher

Der Verein „Auf der Tenne“ möchte dem Fachkräftemangel entgegenwirken / Gestern fand das Richtfest statt

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Schlagen einen Nagel in einen Balken des Rohbaus: Zimmermann Reiko Kruse (l.) und Vereinsvorstand Wilhelm Mesecke. Fotos (3): Katharina Ahlers

Roggentin. Die Wände stehen, die Dachstühle sind gerichtet und die erste Dachhaut wurde angebracht. Bald geht es an die Seitenverkleidung: Für zwei der drei Wohnhäuser des Vereins „Auf der Tenne“ wurde gestern Richtfest gefeiert. Bis zum Sommer sollen die zwölf Wohnungen für Erzieher und Pflegepersonal am Gesundheits- und Bildungscampus Roggentin fertiggestellt sein.

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Der Verein „Auf der Tenne“ möchte dem Fachkräftemangel entgegenwirken / Gestern fand das Richtfest statt

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„Wir möchten unseren Mitarbeitern bezahlbare, moderne und gut ausgestattete Wohnungen anbieten“, erklärte Wilhelm Mesecke, Vorstandsvorsitzender des sozialen Dienstleisters von Kindertagesstätten und Pflegeheimen. Diese Maßnahme sei, neben den altbekannten Marketingstrategien, notwendig, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Die vielen angekündigten Maßnahmen der Politik kommen, wenn überhaupt, zu spät“, kritisierte er.

Der Verein ist Träger von zehn Kindertagesstätten sowie zwei Pflegeheimen und beschäftigt derzeit 286 Mitarbeiter. „Auf 15 Kindergartenkinder kommen bei uns nur 1,5 Vollzeitkräfte, für sechs Krippenkinder gibt es eine Erzieherin“, bestätigte auch Geschäftsführerin Gabriele Palis die Personalnot. „Mit den Wohnungen wollen wir aber nicht nur neue Kräfte werben, sondern auch bestehendes Personal halten.“

Die Rostockerin Anne Bretschneider hat eine der bis zu 86 Quadratmeter großen Wohnungen reserviert. „Ich war auf Wohnungssuche in Roggentin“, sagte die 44-Jährige, die als Pflegerin in den gegenüberliegenden Seniorenwohnungen arbeitet. „Bald kann ich zu Fuß zur Arbeit gehen.“

Mesecke nannte weitere Vorteile für den Standort der Wohnungen. „Mit dem Seniorenwohnpark, dem Pflegeheim, der Kindertagesstätte und dem geplanten Ärztehaus, das die Gemeinde Roggentin demnächst errichten möchte, wird hier ein multifunktionaler Campus entstehen“, sagte er.

Zusammen mit Zimmermann Reiko Kruse schlug der Vorsitzende symbolisch einen Nagel in einen Balken des Rohbaus und verlas den Richtspruch. Zum Fest kam auch Erhard Bünger, Bürgermeister von Roggentin.

„Unsere Region ist mit Fachpersonal nicht gerade gesegnet“, meinte er. „Umso wichtiger ist es, für die Mitarbeiter zu sorgen und ihnen unter anderem Wohnraum zu bieten.“

Iris Waack, Erzieherin in einer Kita in Rövershagen, denkt, dass das Angebot des Vereins helfen wird, Nachwuchskräfte zu finden. „Es ist toll, dass es so eine Möglichkeit gibt“, sagte die Marlowerin.

„Meine Kinder sind ausgezogen und allein kann ich mein Haus nicht mehr lange halten.“

Bei dem dritten Wohnhaus finden derzeit noch die Maurerarbeiten statt. „Wenn alles nach Plan läuft, können wir auch hier noch vor Weihnachten Richtfest feiern“, sagt Zimmermann Reiko Kruse.

Nach Angaben von Geschäftsführerin Palis musste der Verein die Baukosten von insgesamt zwei Millionen Euro allein aufbringen. Die Mietpreise der Wohnungen stünden noch nicht fest.

Katharina Ahlers

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