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Wohnungsbau auf altem Klinik-Gelände beginnt später

Rostock-Lütten Klein Wohnungsbau auf altem Klinik-Gelände beginnt später

WG Union verabschiedet sich von Tiefgaragen-Plänen auf dem Areal der Allende-Klinik und setzt jetzt ausschließlich auf neue Wohnungen / Pläne müssen angepasst werden

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Die ehemalige Allende-Klinik in Lütten Klein verfällt seit Jahren immer weiter.

Quelle: Oz-Archiv/torsten Czarkowski

Rostock-Lütten Klein. Die Ruinen der Allende-Klinik sind den Lütten Kleinern seit Jahren ein Dorn im Auge. Doch bevor sie abgerissen und neuen Gebäuden Platz machen, werden wohl weitere zwei Jahre ins Land gehen. „Der Abriss beginnt erst, wenn wir die Genehmigung haben, dass wir dort bauen können“, sagt Gunnar Przybill, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft (WG) Union.

 

OZ-Bild

Grund- sätzlich ist der Standort dort für das Wohnen geeignet.“Ralph Müller, Leiter Stadtentwicklung

Quelle:
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Wir legen einen Be- bauungsplan vor, machen es dann so oder gar nicht.“Gunnar Przybill, Vorstand WG Union

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Grund- sätzlich ist der Standort dort für das Wohnen geeignet.“Ralph Müller, Leiter Stadtentwicklung

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Wir legen einen Be- bauungsplan vor, machen es dann so oder gar nicht.“Gunnar Przybill, Vorstand WG Union

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Die WG erwarb das Grundstück 2011, nach dem Pläne der Berliner Weber-Gruppe nicht realisiert werden konnten. Die wollte ein Pflegeheim mit 175 Plätzen schaffen. Das Unternehmen hat an der St.

Petersburger Straße dann das neue Gesundheitszentrum gebaut.

Die WG Union setzt an dem Standort nach dem Abriss der Klinik-Ruine auf Wohnungsbau. „Für uns gibt es nichts anderes als Wohnungsbau. In Lütten Klein haben wir nach Reutershagen und Lichtenhagen bereits den drittgrößten Bestand mit 1500 Wohnungen“, informiert Przybill. Er erklärt auch, warum der eigentlich in diesem Jahr geplante Abriss nicht kommt. Die WG habe nämlich ihre Pläne geändert, denn ursprünglich sollte dort eine Tiefgarage unter den Wohnhäusern entstehen. „Die Tiefgarage wird zu teuer, das machen wir nicht“, so der WG-Vorstand. Eine Refinanzierung sei nur über hohe Mietpreise möglich, das wolle man nicht. Die Konsequenz: Wohnungsbau ohne Tiefgarage. Der Bebauungsplan (B-Plan) müsse nun angepasst werden. Die Änderung des B-Planes, alle Entscheidungen der Stadtverwaltung dazu sowie dann das eigentliche Verfahren zur Baugenehmigung werden wohl rund zwei Jahre dauern, schätzt Gunnar Przybill ein. „Wir legen einen Plan vor, machen es dann so oder gar nicht“, betont Przybill.

Im Rostocker Rathaus läuft die WG mit ihrem Vorhaben, auf dem ehemaligen Klinik-Gelände rund 150 Wohnungen bauen zu wollen, offene Türen ein.

„Die Stadtverwaltung hat großes Interesse an der Beseitigung des städtebaulichen Missstandes. Grundsätzlich ist der Standort für das Wohnen geeignet“, bestätigt der Leiter des Stadtplanungsamtes, Ralph Müller.

Voraussetzung sei jedoch die Aufstellung eines Bebauungsplanes, so Müller. Das Planverfahren sei bereits weit vorangeschritten, die Auslegung habe stattgefunden. Sie ruhe jetzt allerdings auf Wunsch des Investors. Letztendlich entscheide die Bürgerschaft, dort liege die Planungshoheit. „Die Entscheidung über den Plan trifft die Bürgerschaft mit dem Satzungsbeschluss“, stellt Müller noch einmal klar, wer das letzte Wort hat.

Die Anlage ist rund 30000 Quadratmeter groß. Die leere Klinik wurde immer wieder von Vandalen heimgesucht, die Zäune eindrückten, Fenster zerschlugen und mehrfach Brände legten. Der Gebäudekomplex ist inzwischen eine zugewachsene Ruine, die nur noch beseitigt werden kann.

Der Ortsbeirat Lütten Klein um seine Vorsitzende Gabriele Bolz (CDU) hat sich mehrfach mit dem Areal und auch mit den Plänen der WG Union beschäftigt. 2012 hat die WG dort erstmals ihr Vorhaben vorgestellt – damals noch mit Tiefgarage. Beirat und Stadtteil warten nun auf den Start im Jahr 2018.

Klinik für den Nordwesten

Die Poliklinik „Salvador Allende“ in Lütten Klein wurde 1973 übergeben. Seit Dezember 2005 steht das Ärztehaus an der Rigaer Straße leer. Die

Mediziner zogen in das neue Gesundheits- und Dienstleistungszentrum (GDZ) an der St. Petersburger Straße.

Die erste Platte für den Block in der heutigen St. Petersburger Straße 19 bis 29 wurde am 27. Oktober 1965

gesetzt (damals Leningrader Straße). Die Hochhäuser wurden 1967 und 1968 gebaut, die Mehrzweckhalle

(Hyperschalenbau des Architekten

Ulrich Müther ) 1968 eröffnet.

Thomas Sternberg

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