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Wonnemonat November: Neue Ideen für den Tourismus

Wonnemonat November: Neue Ideen für den Tourismus

Mit rund 150 Gästen läutet die Branche im Lokschuppen das Jahr 2017 ein

Rostocks Tourismuschef Matthias Fromm hat Mühe, den gestrigen Jahresempfang der Touristiker im Lokschuppen zu eröffnen. Zu intensiv sind die Gespräche der rund 150 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Stadtverwaltung. „Ich weiß, es gibt viel auszutauschen“, sagt Fromm. Mit positiven Nachrichten zieht er dann schließlich die ganze Aufmerksamkeit auf sich:

1,7 Millionen Übernachtungen sind in Rostock und Warnemünde bis Ende Oktober 2016 gezählt worden. Das entspricht einem Zuwachs von 2,2 Prozent. Und so soll es weitergehen.

Doch: „Der Wettbewerb wird härter“, sagt Frank Martens , Vorsitzender des Tourismusvereins Rostock und Warnemünde. Nachbar Schleswig-Holstein rüste auf. Es sei wichtig, keine Zeit zu verlieren und Projekte wie die Maritime Meile voranzubringen.

Ein großes Thema ist die Nebensaison: Seit Jahren überlegen Touristiker, wie hier mehr Gäste an die Ostsee gelockt werden könnten. Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne) hat eine Idee: „Ich musste mal eine Ferienwohnung im Herbst bewerben. Da habe ich eine Anzeige in einer Berliner Zeitung geschaltet und vom Wonnemonat November geschrieben“, sagt der Senator. Er habe Strandspaziergänge bei einer frischen Brise, Gischt im Haar und eine Sauna in Aussicht gestellt. „Die Wohnung war schnell ausgebucht. Auch im nächsten Jahr.“ Ein guter Marketing-Slogan könne viel bewegen.

Die Stimmung im Lokschuppen ist heiter. Mit 85000 Besuchern beim Turmleuchten habe das Jahr gut begonnen, sagt Martina Hildebrandt von der Agentur „Hanse Event“. „Wir sind optimistisch, dass alles andere nun auch gelingt.“ Ähnlich positiv sind die Empor-Handballer gestimmt. „Wir haben gerade zwei Kroaten im Probetraining“, sagt Geschäftsführer Stephan Stübe . Mit Jens Gienapp , dem Vorsitzenden des HC Empor, und Guntram Porath von der Kunsthalle tauscht er sich über die Qualität der Spieler aus.

Guido Zöllick , Direktor des Neptunhotels und Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, prostet den Handballern zu. „Auf den Erfolg.“ Alle nicken: „Wir schaffen das.“

Zöllick selbst soll seiner Branche als Präsident mehr Gehör in Berlin verschaffen, wünschen sich Rostocks Touristiker. Wird gemacht: „Ich will mich für ein neues Arbeitszeitgesetz und für eine gerechte Mehrwertsteuer einsetzen“, verspricht der Chef des Neptunhotels.

Hoffnung machen den Touristikern die vielen Brückentage. „Das wird sich positiv auswirken. Im vergangenen Jahr hatten wir ja im ganzen April nicht einen einzigen Feiertag“, sagt Michael Dietz von Scandlines. Christina Pfeil-Pohling vom Hotel Godewind berichtet, dass Silvester schon jetzt fast ausgebucht sei. Sorge bereitet den Hoteliers allerdings die geplante Sanierung der Seestraße in Warnemünde im Herbst. „ Wir müssen sehen, wie unsere Gäste darauf reagieren. Baustellen vor der Tür sind ja immer schwierig“, sagt Ines Kuhnert-Woznaik von der Residenz Strandhotel Warnemünde.

Ein offenes Ohr für die Touristiker haben Brigitte Preuß vom Umweltamt und Andre Beutel von der zentralen Steuerung der Stadtverwaltung. „Hier trifft man alle und kann viel besprechen“, so Beutel.

OZ

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