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Zehn-Millionen-Euro-Bau: Ein neues Kinderheim für Rostock

Lichtenhagen Zehn-Millionen-Euro-Bau: Ein neues Kinderheim für Rostock

Hansestadt will in der Schleswiger Straße 6 rund zehn Millionen Euro investieren / Bis 2019 soll hier ein modernes Familienkompetenzzentrum entstehen

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Der Komplex in der Schleswiger Straße wurde 1981 von der Hansestadt als Kinderheim gebaut. Inzwischen seien die Plattenbauten stark sanierungsbedürftig, so die Einschätzung der Experten.

Quelle: Jens Wagner

Lichtenhagen. Die Hansestadt nimmt viel Geld in die Hand und baut in der Schleswiger Straße 6 in den kommenden drei Jahren ein völlig neues Kinderheim mit mehreren Gebäuden. Rund zehn Millionen Euro will der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) in Lichtenhagen investieren.

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Hansestadt will in der Schleswiger Straße 6 rund zehn Millionen Euro investieren / Bis 2019 soll hier ein modernes Familienkompetenzzentrum entstehen

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„Nach Prüfung mehrerer Varianten zur Entwicklung des Standortes wurde der Neubau eines innovativen und modernen Familienkompetenzzentrums beschlossen“, bestätigt Nico Seefeldt von der KOE. Ralf Mucha (SPD), Chef des Ortsbeirates Lichtenhagen, spricht von einer „super Sache“. Seit vielen Jahren kämpfe man bereits für einen solchen Neubau.

Von den 10,5 Millionen Euro sollen rund sechs Millionen Euro als Fördergelder in das Vorhaben fließen. „Ein Antrag zur Förderung der Maßnahme aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung über 6,05 Millionen ist bereits gestellt“, so KOE-Sprecher Seefeldt.

Der Komplex in der Schleswiger Straße wurde 1981 von der Hansestadt als Kinderheim gebaut. Mittlerweile, so die Einschätzung durch den KOE, sind die Plattenbauten stark sanierungsbedürftig und entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Das bestätigt auch der Ortsbeirat Lichtenhagen. „Hier besteht schon länger Handlungsbedarf“, betont Ralf Mucha. Darüber hinaus seien moderne Konzepte zur Kinder- und Familienbetreuung in den bisherigen Räumlichkeiten nicht umsetzbar. „Geplant sind in enger Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachamt drei Gebäude, die separat funktionsfähig sind und in einzelnen Bauabschnitten bis 2019 realisiert werden sollen“, erklärt Seefeldt.

Mit den Gebäuden wird künftig eine Betreuung für das Mutter-Kind-Wohnen, das betreute Kinder- und Jugendwohnen sowie eine Nutzung für soziale Zwecke realisiert. Als Betreiber aller drei Einzelhäuser ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Rostock vorgesehen.

Die auf dem Gelände leerstehende Kindertagesstätte sowie das danebenliegende Freizeitzentrum werden vor Baubeginn abgebrochen, so dass ein freies Baufeld für das neue Familienkompetenzzentrum entsteht. Nach Fertigstellung der Bauabschnitte erfolgt der Umzug aus den Bestandsgebäuden, heißt es beim KOE. Derzeit befindet sich die Maßnahme noch im Genehmigungsverfahren.

„Wir haben die Geschäftsführerin des ASB, Frau Andrea Rittiger, zu uns in den Ortsbeirat eingeladen und wollen uns auf der nächsten Sitzung das Konzept erklären lassen“, sagt Mucha. Er spricht von einer tollen Arbeit des Arbeiter-Samariter-Bundes im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

Hintergrund: Mit zwei Kindergärten und drei Kinderheimen fing die Arbeit des ASB in diesem Bereich 1994 in Rostock an. In Lichtenhagen gibt es unter anderem Tagesgruppen für Kinder von 6 bis 14 Jahren mit Verhaltensauffälligkeiten und daraus resultierenden Schwierigkeiten im familiären, schulischen oder sozialen Umfeld.

Daneben gibt es dort Wohngruppen für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren. Dieses Angebot bietet den Kindern und Jugendlichen ein stabiles Umfeld, in dem sie Geborgenheit und Sicherheit erfahren.

Im Kinderbauernhof „In Natura“ im Freizeitpark in der Schleswiger Straße werden Kindern durch den Kontakt mit Tieren Hinweise zum eigenen Sozialverhalten vermittelt. Der Freizeitpark hinter dem Kinderheim ist 3,5 Hektar groß. „Das ist eine tolle Sache. Der Zulauf ist riesig. Auch die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Jugendträger ist hier vorbildlich“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Ralf Mucha. Er freue sich auf die neuen schönen Gebäude.

Ausreichend Heimplätze

369 Heimplätze für Kinder gibt es in der Hansestadt Rostock insgesamt (Stand April 2016), teilt die Stadtverwaltung mit. Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze sei aus heutiger Sicht ausreichend, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke).

13 unterschiedliche freie Träger stellen diese Kapazitäten laut Rathaus zur Verfügung. Als Betreiber des neuen Familienkompetenzzentrums in Lichtenhagen ist der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) vorgesehen. Der Träger ist in Rostock seit 1994 in diesem Bereich tätig.

Von Thomas Sternberg und André Wornowski

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