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Gehlsdorf Zoll zieht in Neubau mit Wohlfühl-Klima

In Gehlsdorf entsteht ein Zweigeschosser für 38 Bedienstete / Bauherr Bund legt Wert auf schadstofffreie Materialien und Nachhaltigkeit

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Bis Ende Oktober soll der Zoll-Neubau fertig sein. Wibke Lunow und Holger Richter vom BBL haben den Zeitplan im Blick. Fotos (2): Antje Bernstein

Gehlsdorf. Beim Zoll in Gehlsdorf herrscht dicke Luft. Buchstäblich. Es staubt, es knallt, es sieht wüst aus. Auf dem Gelände in der Pressentinstraße 83 wird seit Jahresbeginn gebaut. Auf der einst grünen Wiese steht jetzt ein Rohbau. Drinnen ziehen Trockenbauer im Erdgeschoss die Trennwände hoch. Der Zweigeschosser für die Mitarbeiter vom Hauptzollamt soll bis Ende Oktober bezugsfertig sein. Spätestens dann ist es mit dicker Luft vorbei.

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In Gehlsdorf entsteht ein Zweigeschosser für 38 Bedienstete / Bauherr Bund legt Wert auf schadstofffreie Materialien und Nachhaltigkeit

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Der Bauherr, die Bundesimmobilienanstalt (Bima), will’s den Zollbediensteten richtig gemütlich machen. Gebaut wird nämlich nicht nur sauber, sondern rein: Schadstoffbelastete Baumaterialien, stinkende Lacke und Kleber sind tabu. Man will bewusst mit Reizen geizen. „Hier sollen Menschen arbeiten und sich dabei wohlfühlen“, erklärt Wibke Lunow, Projektleiterin beim landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), in dessen Regie der Neubau entsteht.

2,5 Millionen Euro lässt sich der Bund den Neubau kosten und fordert dafür nachhaltiges Bauen: ein angenehmes Raumklima auf den knapp 1000 Quadratmetern Bürofläche, gute Akustik, recycelbare Materialien und Barrierefreiheit – diese und ähnliche Vorgaben hat die Bima dem BBL ins Auftragsbuch geschrieben. Der Bau soll auch optisch was hermachen. Die Fassade wird in Anthrazit verklinkert und mit grünen Flächen abgesetzt. Vor dem Haus bieten bald Bänke Zollbediensteten einen Pausenplatz an der Sonne.

Noch aber müssen sich viele von ihnen mit einem Blick auf die Baustelle und der bloßen Aussicht auf Besserung begnügen. Die 38 Mitarbeiter des Hauptzollamtes sitzen in zwei Baracken gleich nebenan.

Und das kann für sie brenzlich werden: Im Obergeschoss hapert’s mit dem Brandschutz. Kein Wunder, die Bauten stammen aus den 70er Jahren. „Das ist alles nur Pappe und ein bisschen Stahl“, erklärt Holger Richter, Dezernent für Projektmanagement beim BBL. Deshalb soll das Hauptzollamt schnell ausziehen. Die Kollegen im Erdgeschoss aber bleiben. Vorerst. Projektleiterin Wibke Lunow hat schon konkrete Pläne für einen zweiten Neubau, der direkt neben dem neuen Zollhaus realisiert werden könnte.

Was aus den alten Baracken wird, sollten sie wirklich komplett leergezogen werden, ist noch offen. Womöglich werden sie abgerissen oder ein Nachnutzer gesucht, sagt BBL-Sprecher Christian Hoffmann. Damit dem neuen Gebäude kein Abriss droht, selbst wenn der Zoll es irgendwann nicht mehr brauchen sollte, hat das BBL vorgesorgt. Der Zweigeschosser hat kaum tragende Wände. Mit wenig Aufwand ließe sich aus den Büros ein Saal machen.

Erstmal müssen die Trockenbauwände aber stehen. In zwei Wochen werden dann die Fenster eingesetzt, im August wird der Estrich gegossen. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Wibke Lunow. Sobald alle Arbeiten erledigt sind, will die Projektleiterin mit Messungen testen, ob die Luft für den Zoll tatsächlich rein ist. Damit auch die sensibelsten Nasen beim Paketeprüfen durchatmen können.

38 Mitarbeiter ziehen ein

2,5 Millionen Euro investiert der Bund in den Neubau der Stralsunder Hauptzollamts-Außenstelle in Gehlsdorf. 1,9 Millionen Euro davon sind für die reinen Baukosten eingeplant.

Das zweigeschossige Gebäude verfügt über rund 1000 Quadratmeter Bürofläche und soll Ende Oktober bezugsfertig sein. Gebaut wird es hauptsächlich aus Fertigbauteilen. Die Büros bieten 38 Mitarbeitern des Hauptzollamtes einen neuen Arbeitsplatz.

Antje Bernstein

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Rostock
Bis spätestens Ende Oktober soll das neue Zoll-Gebäude fertig sein. Wibke Lunow und Holger Richter vom landeseigenen Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), in dessen Regie der Neubau entsteht, haben den Zeitplan im Blick. 

In Gehlsdorf entseht ein Zweigeschosser für 38 Bedienstete. Der Bauherr legt Wert
auf schadstofffreie Materialien und Nachhaltigkeit. Kostenpunkt: 2,5 Millionen Euro.

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