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Zu viele Autos: Neue Straßen sollen Werftdreieck entlasten

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Zu viele Autos: Neue Straßen sollen Werftdreieck entlasten

Planer stellen Details zu Lösungskonzept vor / Kreisverkehre spielen keine Rolle

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Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Schon heute ist das Straßennetz am Werftdreieck überlastet: Vor allem die Lübecker Straße mit den Knotenpunkten Holbeinplatz, Max-Eyth-Straße und Maßmannstraße habe die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht, heißt es in einem Gutachten. 36 000 bis 38 000 Autos fahren hier pro Tag. Und weil Rostock wächst, sollen bis zum Jahr 2030 noch einmal rund 3000 Pkw hinzukommen. „Das ist eine beträchtliche Zunahme“, sagt Verkehrsingenieur Kristian Bock. Noch nicht einmal miteingerechnet seien dabei die rund 2600 zusätzlichen Autofahrten pro Tag, die durch die 700 geplanten Wohnungen am Werftdreieck erwartet werden. Bocks Prognose: „Das ganze Verkehrsnetz wird sich in den Spitzenstunden überstauen.“

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Planer stellen Details zu Lösungskonzept vor / Kreisverkehre spielen keine Rolle

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Die Verkehrsplaner haben nun ein Lösungskonzept erarbeitet: Die Max-Eyth-Straße und die Verlängerung der Maßmannstraße zum Neptun-Center fallen weg. Dafür entsteht im Zuge der Wohnbebauung am Werftdreieck eine neue vier- bis fünfspurige Durchfahrtsstraße, die Werftstraße und Lübecker Straße miteinander verbindet. Gleichzeitig wird die Werftstraße ausgebaut; geplant sind Abbiegespuren, durchgängige Fußgänger- und Radwege. Zwei Stichstraßen sollen zudem ins neue Wohngebiet führen. An allen Kreuzungen regeln Ampeln den Verkehr. „Unser Ziel ist ein unkomplizierter Verkehrsablauf“, sagt Ingenieur Bock.

Doch ob die Pläne auch aufgehen? Bei der Vorstellung des Konzeptes auf dem Bürgerforum des Wohnungsunternehmens Wiro gab es Zweifel. „Für mich und die Tankstelle wird sich die Situation verschlechtern“, sagt Anwohner Frank Martens-Jung. Er komme schon heute kaum auf die Werftstraße. „Und wenn die Max-Eyth- Straße wegfällt, schaffe ich es gar nicht mehr“, sagt der 57-Jährige. Er müsse dann hoffen, dass andere Autofahrer höflich sind und ihn auf die Straße lassen. „Das kommt aber eher selten vor.“ Verkehrsexperte Bock beruhigt: Die zusätzlichen Ampeln auf der Werftstraße würden für regelmäßige Unterbrechungen des Verkehrsflusses sorgen. Dies könnten Anwohner und Tankstellenkunden nutzen, um auf die Straße zu gelangen. „Das sind aber Detailfragen, die wir später klären können“, so Bock.

Ein anderer Anwohner kritisiert, dass in dem Konzept kein einziger Kreisverkehr vorgesehen ist. Stattdessen nur Ampeln. Bock argumentiert, dass wegen des extrem hohen Verkehrsaufkommens auch bei Kreisverkehren für Fußgänger Ampeln aufgestellt werden müssten. „Wir hätten dann viel Fläche verbraucht, aber wenig erreicht“, so der Ingenieur.

Bock räumt ein, dass das Konzept keine Eins-a-Lösung sei. „Viel besser geht es aber nicht. Wir haben eine Menge Zwänge.“ Die vorgeschlagene Lösung gewährleiste immerhin die Leistungsfähigkeit in Spitzenzeiten. „Das Netz wird nicht überlastet und überstaut.“

André Wornowski

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