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Haema Blutspendezentrum feiert Weltblutspendetag

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Katharina Hemp, stellvertretende Leiterin der Herstellung beim Blutspendedienst Haema, nimmt dem Studenten Tom Röder Blutplasma ab.

Quelle: Foto:cosima Engel

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Um ein Leben zu retten, braucht es nicht nur Ärzte, Sanitäter und Schwestern. Häufig werden zusätzlich auch Menschen mit genauso viel Engagement benötigt: Blutspender.

Um die Bedeutung der Blut- und Plasmaspende zu würdigen, wurde gestern, am 14. Juni, der Weltblutspendetag gefeiert. Mit einem Buffet und einem Gewinnspiel wurden auch die Spender beim größten privaten Blutspendedienst Haema belohnt. Ein Online-Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro war der Hauptpreis der Verlosung. Die bei Haema übliche Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro Spende, bekamen sie natürlich auch dazu. Doris Gloger, Leiterin des Haema Blutspendezentrums Rostock, sagte: „ Wir wollen wirklich nach außen hin zeigen, dass Blutspenden sehr wichtig ist.“

Täglich würden rund 15000 Blutkonserven gebraucht , um die medizinische Versorgung in Deutschland zu sichern, so Gloger. Dabei zeigen nur vier Prozent der Deutschen im spendenfähigen Alter Bereitschaft und lassen sich Blut abnehmen. „Es könnte sein, dass 2030 ernsthafte Probleme auftreten, die Blutversorgung aufrecht zu erhalten“, berichtet Gloger. Durch den demografischen Wandel rückten immer weniger junge potenzielle Spender nach. Momentan sei die Situation allerdings noch entspannt: „Wichtig ist es, zu versuchen die Leute stärker zu motivieren und ihnen die Angst zu nehmen“, schildert Gloger.

Täglich sind 120 bis 180 Freiwillige bei Haema. Insgesamt seien es 3500 pro Jahr, die regelmäßig spenden. Deutlich mehr sind es beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes: „Bei uns spenden ungefähr 12000 Menschen im Jahr in Rostock“, sagt Sprecherin Silke Hufen. Beim DRK sei die Zahl der Spender in den letzten Jahren zwar konstant geblieben. Es gebe aber ein anderes Problem: Seit 2012 ist die Zahl der Erstspender bei uns um etwa 60 Prozent gesunken“, berichtet Hufen. Ein Phänomen, dass jedes Jahr auftrete, sei das Sommerloch, wenn viele in den Urlaub fahren: „Aber auch in der Weihnachtszeit, bis zum Januar kann es zu Engpässen der Versorgung mit Blutprodukten kommen“, berichtet Haema-Chefin Gloger.

Blut spenden darf jeder Mensch zwischen 18 und 68 Jahren. Bei einer Spende fließen etwa 500 Milliliter Blut in einen Beutel. Dabei wird das komplette Blut entnommen. „Bis der Körper diesen Verlust wieder ausgeglichen und alle Blutbestandteile nachgebildet hat, dauert es acht bis zwölf Wochen“, sagt Gloger. Daher seien Blutspenden bei Frauen maximal vier mal pro Jahr und bei Männern sechs mal erlaubt. Eine Blutspende nimmt laut Gloger etwa zehn Minuten in Anspruch.

Mit 45 Minuten dauert die Plasmaspende deutlich länger. Das sei aber schonender für den Spender, da nur der Blutplasma-Anteil entnommen wird und der Rest zurück in den Körper fließt, erklärt Gloger.

Begehrte Blutgruppen

7 Prozent aller Menschen in Mitteleuropa besitzen die Blutgruppe Null Rhesus negativ. Diese ist besonders begehrt, da sie so selten ist, sich mit allen Blutgruppen verträgt und somit universell einsetzbar ist. Sonst gilt: Seltene Blutgruppen werden seltener benötigt, da es auch wenig Menschen und damit Kranke und Verletzte dieser Gruppe gibt. So werden beispielsweise die Gruppen AB und B seltener gebraucht. Spenden der Blutgruppen A und Null hingegen fast immer.

Cosima Engel

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