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Zum eigenen Erleben: Flüchtlingszelt auf dem Uniplatz

Rostock-Stadtmitte Zum eigenen Erleben: Flüchtlingszelt auf dem Uniplatz

Der Landesflüchtlingsrat macht auf die schlechte Lage für Schutzsuchende in vielen Ländern aufmerksam

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Ein UNHCR-Zelt, wie es in Flüchtlinglagern weltweit von bis zu acht Personen bewohnt wird. Fotos (2): Linda Schneider

Rostock-Stadtmitte. Ob Türkei oder Libanon, in vielen Ländern müssen Hunderttausende Flüchtlinge unter schwierigen Bedingungen in Zeltlagern leben. Um darauf aufmerksam zu machen, hat der Landesflüchtlingsrat MV gestern auf dem Universitätsplatz ein Original-Zelt des UNHCR, der Flüchtlingshilfsorganisation der Vereinten Nationen, aufgebaut. Mit Fotos, Texten und Plakaten wurden Passanten informiert.

 

OZ-Bild

Die Vorsitzende des Flüchtingsrates MV, Ulrike Seemann-Katz, hat das Zelt nach Rostock geholt.

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„Wir hier in Deutschland müssen diese Menschen aus den Lagern holen, indem wir noch mehr Geflüchtete aufnehmen und ihnen helfen“, erzählt die anwesende Vorsitzende des Flüchtlingsrats MV, Ulrike Seemann-Katz. Die Veranstaltung lief unter dem Motto „Aufklären statt hetzen“ und bildete den Auftakt einer Aktionsreihe zum Thema Flüchtlinge, die es in MV seit zwei Jahren gibt. Das Zelt sollte die teilweise menschenunwürdigen Bedingungen vieler Geflüchteter anschaulich machen. Die UNHCR-Zelte, die in diesen Lagern zu Tausenden dicht nebeneinander stehen, sind gerade mal zwölf Quadratmeter groß

und beherbergen bis zu acht Menschen. In Lagern wie Idomeni (Griechenland) oder im weltweit größten in Darfur (Kenia) leben die Menschen in großstadtähnlichen Einrichtungen über Wochen oder sogar mehrere Monate. Aktivisten von „Rostock hilft“ berichteten gestern außerdem über ihre persönlichen Erfahrungen und ihren Einsatz an der griechisch-mazedonischen Grenze.

Kein Vergleich zur Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland, hebt Ulrike Seemann-Katz hervor und lobt auch die Arbeit in der Hansestadt, wo Geflüchtete Ende 2015 auch immer wieder in Turnhallen untergebracht werden mussten. „Die aktuelle Situation in Rostock ist, verglichen mit anderen deutschen Städten, gut organisiert“, sagt sie. Trotzdem sei in vielen Bereichen Unterstützung für die Flüchtlinge nötig, so Ulrike Seemann-Katz.

Von Linda Schneider

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