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Zwei Huskies reißen Enten und Gänse

Ehmkendorf Zwei Huskies reißen Enten und Gänse

Hunde im Nachbarort entlaufen / Bürgermeister macht Besitzer ausfindig

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In so einem Fall muss man sich auf dem Dorf einfach helfen.“Hans-Erich Meyer, Bürgermeister

Ehmkendorf. Als Karl-Heinz R. am Dienstag vom Einkaufen in Bad Sülze auf sein Grundstück in Ehmkendorf zurückkehrte, mochte er seinen Augen nicht trauen. „Im Hühnerhagen lagen zwei Gänse, 14 Enten, neun Hühner, ein Hahn und ein Kaninchen“, erzählt der Ehmkendorfer. „Ich hatte eine solche Wut, dem Kaninchen hatten sie auch noch ein Ohr abgebissen.“

Und die Übeltäter waren auch noch am Tatort: zwei Huskies. Sie hatten alle Tiere totgebissen und zum Teil aufgefressen, schildert Karl-Heinz R. weiter. „Am schlimmsten aber war, dass meine Frau sich das alles ansehen musste, sie ist auf den Rollstuhl angewiesen und konnte so auch nicht die Hunde vertreiben“, sagt der 65-Jährige, dem man auch anmerkt, dass ihm der Verlust seiner Tiere recht nahe geht. „Einerseits halte ich Geflügel zum Hobby, andererseits aber trägt es auch zu unserem Lebensunterhalt bei“ – und eins ist Karl-Heinz R. auch schmerzlich klar geworden: „Die Weihnachtsgans für dieses Jahr ist weg.“

Am Vormittag des Dienstags war auf jeden Fall allerhand los in Ehmkendorf. Verständlicherweise hatte Karl-Heinz R. erst einmal die Polizei verständigt. „Aber die konnten nichts machen“, erzählt er.

Zumal er sich selbst erklären konnte, wie die beiden Hunde in seinen Hühnerhagen gelangt waren: „Die hatten sich unter dem Zaun durchgebuddelt, als ich nach Haus kam, habe ich das Loch mit einem Zaunfeld blockiert.“ Damit saßen die beiden Hunde fest. „Fundhunde waren es auch nicht“, sagt Alexander Rosenow vom Ordnungsamt in Tessin.

„Das stimmt“, sagt Hans-Erich Meyer, Bürgermeister in Stubbendorf, zu der auch Ehmkendorf gehört. „Ich habe ,Kalle’ gleich geholfen und mit meinem Bürgermeisterkollegen Stefan Schmidt aus Dettmannsdorf feststellen können, dass der Hundehalter aus Grünheide stammt.“ Der Mann sei dann benachrichtigt worden und habe später seine Hunde abgeholt. „Auf dem Dorf muss man sich gegenseitig in so einer Situation helfen“, sagt Meyer.

„Der Hundebesitzer hat gesagt, dass seine Tiere versichert sind und dass der Schaden beglichen wird“, sagt Karl-Heinz R. zu dem Vorfall. Nach seinen Schätzungen wird sich die Rechnung wohl auf 1000 Euro belaufen. Der Ehmkendorfer Kleintierhalter hatte dann noch zusätzlich das Problem, die toten Tiere zu entsorgen. „Da habe ich eine Lösung in Zarnewanz gefunden“, sagt R., der sich aber auch erleichtert darüber zeigt, „dass die Hunde meine Kamerunschafe nicht angegriffen haben“.

Michael Schißler

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