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Zwischen Alltag und Fest

Zwischen Alltag und Fest

Eine knappe Woche ist es her, als die Wahllokale zur Bundestagswahl geschlossen worden sind und die ersten Hochrechnungen über die Bildschirme flimmerten.

Eine knappe Woche ist es her, als die Wahllokale zur Bundestagswahl geschlossen worden sind und die ersten Hochrechnungen über die Bildschirme flimmerten. Sofort, noch bevor das amtliche Endergebnis der Wahlen feststand, wurden erste Analysen von den Politikerinnen und Politikern durch Journalistinnen und Journalisten eingefordert und auch bereitwillig abgebeben. (Vor)schnelle Schlüsse waren eher gefragt als reflektierte Nachdenklichkeit. Gar von einem „politischen Erdbeben“ war fast überall in den Medien die Rede.

Angesichts der Bilder von Zerstörung und Leid in Mexiko, wo Menschen wirklich von einem Erdbeben heimgesucht worden sind, wirken diese Worte eher wie eine nach Aufmerksamkeit heischende Phrase. Weder liegt der Reichstag in Trümmern noch hat es Tote oder Verletzte bei der Wahl gegeben.

Etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit den Wahlergebnissen, ein sensibleres Achten auf die Sprache in der politischen Auseinandersetzung und vor allem ein Mehr an Präzision im Beschreiben der eigenen Lösungsvorschläge wären erste notwendige Schritte.

Vielleicht bieten ja die beiden kommenden Feiertage eine gute Gelegenheit, den noch auf Hochtouren laufenden Erregungszustand wieder herunterzufahren.

Morgen feiern wir im Land das Erntedankfest. Ein guter Grund, innezuhalten und sich bewusst zu machen, in welch reichem Land trotz aller sozialen Probleme wir leben. Und dabei zu wissen, dass wir bei aller Vorsorge nicht alles selbst in der Hand haben.

Zwei Tage später feiern wir den Tag der deutschen Einheit. Ein guter Grund, gemeinsam und selbstbewusst das Leben in unserem Land mitzugestalten statt nur hasserfüllt zu jammern.

OZ

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