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Reisereporter Auf Du und Du mit dem Nilpferd: Exklusive Safaris in Sambia
Reisereporter Auf Du und Du mit dem Nilpferd: Exklusive Safaris in Sambia
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05:00 06.06.2017
Sambia ist unter der den Reiseländern Afrikas noch ein richtiger Geheimtipp. Der Tourismus steht zwar noch am Anfang seiner Entwicklung. Doch Sambia hat alle landschaftlichen Reize Afrikas zu bieten, ohne dabei überlaufen zu sein. dpa-infografik GmbH Quelle: Dpa-Infografik Gmbh
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Mfuwe
„Royal Zambezi Lodge“

Der Tourismus im Land steht noch am Anfang seiner Entwicklung. Schickere Mittelklasse-Hotels muss man suchen. Es gibt vor allem Campingplätze und Unterkünfte mit einfachen Hütten. Und da sind die Luxus-Lodges mit Übernachtungspreisen ab 500 Euro, die verwöhnten Reisenden jeden Komfort bieten.

Sambia

Und dann ist da das große Highlight: die Victoriafälle. Über eine 1700 Meter breite Abbruchkante stürzt der Sambesi in eine gut 110 Meter tiefe Schlucht. Gemessen an Höhe und Breite entsteht dort in der Regenzeit der größte Wasservorhang der Erde. Der größte Teil der Fälle liegt allerdings im benachbarten Simbabwe.

Und doch hat gerade das noch dünne touristische Netz in Sambia seine Vorteile für Reisende. Die Lodges in den Parks werben auch mit der Abwesenheit der Massen und der Exklusivität des Abenteuers. Manche bieten nur Platz für eine Handvoll Gäste.

Man landet dann mit einem kleinen Buschflugzeug auf einer unbefestigten Piste mitten im Nationalpark. Es gibt kein Haus und kein Terminal. Nur ein paar Geländewagen warten auf die neuen Gäste, die Lodge-Mitarbeiter reichen Fruchtpunsch zur Begrüßung.

„Und manchmal stehen hier am Flugfeld auch Kinder mit offenem Mund, die noch nie ein Flugzeug gesehen haben“, erzählt Pilot Sebastian Matla. Der Niederländer war lange in Südafrika tätig. Doch er kehrte dem Massentourismus bewusst den Rücken.

Und auch die Safarifahrten sind einsamer, als man das etwa in der Serengeti erlebt. Dort versammeln sich häufig mehr als zehn Wagen um ein paar Löwen. In Sambia sieht man den zweiten Wagen der Gruppe selbst im besser besuchten Lower Zambezi National Park oder South Luangwa Park oft erst zum Abendessen wieder. Begegnungen mit Gnus, Zebras, Löwen, Leoparden und Giraffen gehören einem hier fast alleine, genau wie das Fotomotiv für zu Hause.

„Mfuwe Lodge“

Aber er und seine Kollegen im South Luangwa Park kennen selbst in den grüneren Zeiten die beliebten Treffpunkte der Tiere. Und über den Buschfunk verraten sie sich gegenseitig die Koordinaten - woraufhin James aufs Gas drückt und rasant über die staubigen Wege prescht.

Die Tiere scheint die Anwesenheit der Touristen zu stören. So regt sich eine Herde Elefanten auf, als der laute Wagen sich ihnen am Wasserloch nähert. Eine alte Kuh brüllt und trötet aus vollem Rohr. Dann trabt sie mit weit aufgestellten Ohren los. „Festhalten“, ruft Chabbuka und drückt wieder aufs Gas. Und doch lacht er, als er hinter einer Kurve den Wagen wieder stoppt.

James kennt solche Situationen. Sie sind nicht selten, aber auch nicht allzu brenzlig, sagt er. Die Guides im South Luangwa Park haben nicht einmal Gewehre bei sich.

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Sambia

Reisezeit: Sambia lässt sich ganzjährig bereisen, doch von Dezember bis April sind viele Camps und Lodges geschlossen. Allerdings ist die Regenzeit am besten für einen Besuch der Victoriafälle geeignet, weil der Sambesi dann viel Wasser führt.

Anreise: South African Airways fliegt täglich von Frankfurt und München via Johannesburg nach Lusaka, Livingstone oder Ndola.

Einreise und Formalitäten: Reisepass und Visum sind notwendig. Letzteres lässt sich direkt bei der Einreise in Sambia beantragen oder im Vorfeld über die sambische Botschaft in Berlin sowie über das Internet.

Gesundheit: Malaria tritt im ganzen Land auf, zur Prophylaxe wird dringend geraten. Ein Nachweis über bestimmte Impfungen ist bei Einreise aus Deutschland nicht erforderlich.

Übernachtung: In oder bei den Nationalparks gibt es luxuriöse Lodges (europäischer Standard) ab 500 US-Dollar (rund 450 Euro) pro Person und Nacht. Dafür sind in der Regel Essen und Getränke sowie bis zu zwei Aktivitäten am Tag wie Safari- und Bootstouren inbegriffen. Mittelklasse-Lodges bieten Chalets ab 250 Dollar all-inclusive an. Zeltplätze ohne Extras gibt es ab 10 Dollar. Einzelne Safarifahrten kosten um die 50 Dollar.

Informationen: Zambia Tourism Board oder Botschaft der Republik Sambia, Axel-Springer-Straße 54A, 10117 Berlin, Tel.: 030/20 62 940.

dpa/tmn

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