Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Höhere Gewalt auf Reisen: Was gilt?
Tourismusportal

Streik, Unwetter und Epidemie Höhere Gewalt auf Reisen: Was gilt?

Streiken die Piloten, ist den meisten Reisenden klar: Das ist höhere Gewalt. Das gilt auch für Erdbeben und Epidemien. Doch was fällt noch darunter - und wann bekommen Urlauber ihr Geld zurück?

Voriger Artikel
50 Jahre „Summer of Love“ - Hippies feiern in San Francisco
Nächster Artikel
Neue Flüge nach Almería und Mykonos - Bauarbeiten in Boston

Wird der Urlaubsort von einem Unwetter heimgesucht, muss der Reiseveranstalter die Rückreise sicherstellen.

Quelle: Willie J. Allen Jr/epa/dpa

Hannover. Bei höherer Gewalt können Urlauber oder der Reiseveranstalter die Reise kündigen. Das regelt das Gesetz. Als höhere Gewalt gilt ein von außen kommendes Ereignis, das unabwendbar und nicht vorhersehbar ist.

Es wirkt sich so nachteilig auf die Reise aus, dass diese überhaupt nicht mehr oder nicht mehr zumutbar ausgeführt werden kann, wie Reiserechtler Paul Degott aus Hannover erklärt.

Reisende erhalten bei einer solchen Kündigung den vollen Reisepreis zurück - der Vertrag wird ohne Stornogebühren rückabgewickelt. Einen Anspruch auf Schadenersatz gibt es nicht. Typische Beispiele für höhere Gewalt sind etwa Streik, Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Erdbeben oder Überschwemmungen, Epidemien wie SARS oder Kriege und politische Unruhen.

Kommt es während der Reise zu einem Fall von höherer Gewalt, und der Urlauber muss die Reise abbrechen, kann der Reiseveranstalter das Geld für bereits erbrachte Leistungen behalten. Er muss allerdings die Rückreise sicherstellen. Zusatzkosten für den Rückflug und weitere Mehrkosten teilen sich Reisender und Veranstalter. Für die nicht erbrachte Reiseleistung bekommt der Urlauber das Geld zurück.

„Wichtig ist, dass der Reiseveranstalter in einem solchen Fall wirklich die Kündigung erklärt hat“, sagt Degott. Sagt er, man bekomme das schon irgendwie hin, kann der Urlauber am Ende der Reise den Preis mindern, sollte das nicht der Fall gewesen sein. Ein Beispiel: Es kommt zu Überschwemmungen im Urlaubsland, der Reiseveranstalter verspricht eine Rundreise dennoch wie geplant durchführen zu können. Im Verlauf der Reise fallen allerdings geplante Stopps aus. Dann können Urlauber Mängel geltend machen.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) weist darauf hin, dass Reisende, die trotz Reisewarnung des Auswärtigen Amtes eine Reise buchen, bewusst ein höheres Risiko eingehen. Der Reisevertrag könne dann nicht wegen höherer Gewalt gekündigt werden. Komme es nach der Buchung zu einer Reisewarnung, sei das hingegen ein Indiz für höhere Gewalt. Generell gilt nach Einschätzung der Verbraucherschützer immer die konkrete Lage vor Ort und nicht die persönliche Einschätzung des Reisenden.

dpa/tmn

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Angebote und versteckte Kosten
Die Beliebtheit der Buchungsportale wächst. Doch auch der Anteil der Direktbuchungen über hoteleigene Homepages steigt.

Ein Vergleich kann sich lohnen: Nicht immer ist die Reservierung über ein Hotelbuchungsportal die günstigste Variante. Hoteliers buhlen mit Rabatten um Kunden - noch sind allerdings nicht alle rechtlichen Fragen geklärt.

mehr
Mehr aus Urlaub und Reisen
Inhalte zu Shopping & Lifestyle

Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß, mehr Leben... mehr

Bauen & Wohnen

Hier finden Sie alles rund um die Themen Bauen, Wohnen und Leben. mehr

Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß, mehr Leben... mehr

Beilagen
Gesundheit

Gesundheit und Wohlbefinden sind heutzutage wichtiger denn je. Hier bieten wir Ihnen Informationen und Tipps zu den Themen Ernährung, Fitness und Erkrankungen. mehr