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Reisereporter Teurer Aufstieg: Das Skigebiet Fieberbrunn in Österreich
Reisereporter Teurer Aufstieg: Das Skigebiet Fieberbrunn in Österreich
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13:13 28.04.2016
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Fieberbrunn

Als es offiziell war, wurde mit einer Kissenschlacht ausgelassen gefeiert, worauf Fieberbrunn und Saalbach-Hinterglemm über 30 Jahre gewartet hatten: Dass eine Gondel ihre beiden Skigebiete verbindet. Und diese damit zum angeblich größten Skigebiets Österreichs verschmilzt.

Fieberbrunn
Freeride World Tour

Das ändert sich jetzt schlagartig. „Willkommen im größten Skigebiet Österreichs“, verkündet die Leuchtschrift über einem Pistenplan-Schild. Ein 20 Millionen teurer Superlativ. So viel kosteten die Zehnergondel „Tirol S“ auf den Reiterkogel, eine neue Piste zur Talstation und die Schneekanonen dazu.

Skicircus Saalbach

Die Idee, die benachbarten Skigebiete in Tirol und im Salzburger Land miteinander zu verbinden, ist alt. Schon 1979 haben die Saalbacher mögliche Lifte nach Fieberbrunn in ihre Pläne eingezeichnet, erzählt Sebastian Schwaiger, der Marketingleiter des Skicircus Saalbach. Am Ende entschied man sich für die Gondel auf den Reiterkogel. Der 1819 Meter hohe Berg steht im Zentrum der neuen „Skicircus-Runde“: 60 Kilometer Piste, sieben Stunden Fahren ohne Pause.

Florian Ram lockt die Rundtour nicht. Er könnte auch auf die „Tirol S“ verzichten. „Mir persönlich wäre es lieber, wir wären das kleine Skigebiet mit den versteckten Spots geblieben“, sagt der 26-jährige Fieberbrunner.

Im vergangenen Jahr ist Ram 96 Tage Snowboard gefahren. Natürlich abseits der Piste, wo ihm bereits jetzt zu viel los ist. „Seit der Freeride-Weltcup hier ist, fährt jeder Trottel ins Backcountry, mit GoPro auf dem Helm wie ein Teletubby“, sagt er. „Manche fahren ohne Lawinenrucksack. Und dann fliegt der Hubschrauber fünf Mal pro Tag.“ Ram fürchtet, dass all das nun schlimmer wird, wenn Horden von Freeridern aus Saalbach-Hinterglemm einfallen.

Skicircus Saalbach

Anreise: Aus München fahren Züge in weniger als drei Stunden nach Fieberbrunn. Früh morgens gibt es außerdem Fernbusse nach Fieberbrunn und Saalbach. Alternativ mit dem Auto ab München über die Autobahn 8 bis Bernau am Chiemsee, von dort weiter über Bundesstraßen.

Skifahren: Der Tagespass kostet 43,50 Euro (für Jugendliche 32,50 Euro, für Kinder 21,50 Euro). Wer die Skicircus-Runde nicht ganz schafft, kann von Leogang mit dem Bus zurück nach Fieberbrunn fahren. Freerider finden in Fieberbrunn mehrere Tiefschneepisten, die auf ihre Lawinengefahr geprüft werden und mit gelben Schildern markiert sind. Den lokalen Lawinenbericht gibt es unter https://www.bergbahnen-fieberbrunn.at/skigebiet-tirol-kitzbuehel/wetter-in-tirol im Internet.

Informationen: Bergbahnen Fieberbrunn, Lindau 17, A-6391 Fieberbrunn, Tel.: 0043/5354/563 330, E-Mail: office@bbf.at.

dpa/tmn

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