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20:05 22.12.2017
Vielleicht lässt sich das eine oder andere verwirklichen. Quelle: iStockphoto
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Hannover

Lieber Gott, es ist Weihnachten, und ich habe ein paar Wünsche. Vielleicht lässt sich der eine oder andere verwirklichen, damit die Welt 2018 eine bessere wird. Ich wünsche mir ...

... dass Twitter exklusiv für Donald Trump eine Zeichenobergrenze von null einführt.

... dass Prinz Harry bei seiner Hochzeit mit Meghan Markle eine Hose und ein Hemd trägt und nur das Nötigste spricht.

... dass es den überraschend erschütterungsarmen Fortgang der Dinge nicht stört, falls das Land doch jemals wieder eine Regierung haben sollte.

... das ich nicht mehr so viele „dass“-Fehler mache.

... dass sich die Kassiererin im Supermarkt meines Vertrauens mal merkt, DASS ICH KEINE PUNKTE SAMMLE.

... dass schöne alte Wörter wie „stiekum“, „vermaledeit“, „Pluppertrulle“ und „bumsfidel“ auch in der Zukunft fröhliche Urständ feiern.

... dass Matthias Schweighöfer alles Mögliche macht, aber erst mal keine Filme mehr.

... dass mir jemand so ein Flughafen-Rollband vom Schlafzimmer ins Bad baut.

... dass sich das Leben im nächsten Jahr durch eine onomatopietistische Konvergenzverknusung im diaphragtischen Kawenzraumkrümmer 20 Prozent langsamer anfühlt.

... dass Wladimir Putin bei der Fußball WM 2018 in Russland so unglücklich von einem Ball am Kopf getroffen wird, dass er plötzlich zum lupenreinen Demokraten wird.

... dass jemand dem Raketenmann in Nordkorea „Angry Birds“ auf dem Handy zeigt und er so süchtig wird, dass er zu nichts anderem mehr kommt.

... dass der nächste neue „Asterix“ mindestens so gut wird wie der diesjährige. Make Aremorica great again!

... dass ich endlich journalistische Anwendungszwecke für die Ausdrücke „Lutheratur“, „Raustralien“, „Bitchvolleyball“ und „homöopathetisch“ finde.

... dass die Leute bei Facebook lieber mal „interessanter Gedanke“ schreiben statt „ARMES DEUTSCHLAND!!!!1!1!!“.

... und dass an Heiligabend um Mitternacht wieder ein Engel vor meiner Tür steht und sagt: „Guten Abend! Sie machen sich Sorgen über den Zustand der Welt? Das müssen Sie nicht. Wir arbeiten daran.“ Fröhliche Weihnachten!

Von Imre Grimm

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