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Fussball regional Usedomer Pokal-Aus früh besiegelt
Fussball regional Usedomer Pokal-Aus früh besiegelt
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00:01 02.05.2017
Mateusz Marynowski (M.) überzeugte vor allem beim 1:1 im Punktspiel daheim gegenden FV Aufbau Jatznick. Quelle: Foto: Bert Belitz
Bansin/Tribsees

Der FC Insel Usedom hat sportlich ein langes Wochenende hinter sich. Am Sonnabend wurde das Punktspiel in der Fußball-Landesklasse gegen Jatznick mit einem 1:1 beendet. Die Generalprobe für das Pokal-Halbfinale entsprach damit nicht den Vorstellungen von Trainer Roman Maaßen. „Wir wollten uns mit einem Erfolgserlebnis richtig in Schwung bringen.“

Am gestrigen Montag lief es im Pokalspiel gegen den Tribseeser SV aber auch nicht besser. Die Insulaner verloren das Halbfinale mit 0:3.

Tribseeser SV – FC Insel Usedom 3:0 (2:0). Mit viel Optimismus war der FCU angereist, um sich im Halbfinale des Lübzer Pils Cups der Landesklassen Ost gegen den Tribseeser SV durchzusetzen und damit nach 2012 und 2013 das dritte Mal das Pokalendspiel zu erreichen. Mit einer klaren 0:3-Niederlage beim Spitzenreiter der Landesklasse III platzte der Traum jedoch sehr deutlich.

Schlechter konnte der Auftakt nicht sein, denn der Sekundenzeiger hatte gestern noch keine volle Runde gedreht, da lagen die Usedomer schon im Rückstand. FCU-Trainer Maaßen konnte es nicht fassen:

„Wir wussten, dass der Gegner mit langen Bällen operiert, doch gerade so einer brachte uns frühzeitig in Rückstand. Danach spielten wir völlig verunsichert, produzierten unzählige Fehlpässe und nahmen die Zweikämpfe nicht an“, ließ Maaßen Dampf ab.

Beide Teams mussten sich zwei Tage zuvor in ihren Punktspielen mit einem Remis begnügen, doch der TSV wirkte von Beginn an frischer und entschlossener. In der 30. Minute ließ der Tribseeser 21-Tore-Mann Karg den Bansiner Szymczak auf dem Flügel stehen, und schon war das 2:0 war fällig. In dem Pokalfight machte sich bei den Bansinern das Fehlen so wichtiger kampfstarker Typen wie Hus, Gamradt, Mangliers, Pröhl oder Schmidt schmerzlich bemerkbar. Auch in der Offensive passierte viel zu wenig, sieht man von zwei guten Freistößen von Gohlke ab.

Mit einer Kabinenpredigt versuchte Maaßen sein Team in Schwung zu bringen. Durch die Umstellung auf eine Dreierkette und durch die Hereinnahme von Jan Pohlmann als zweite Spitze lief es spielerisch zwar etwas besser, doch Keeper Wolff musste auch zweimal sein ganzes Können aufbieten, um weitere Einschläge zu verhindern. In der 74. Minute wurde Rodenhagen endlich einmal gut frei gespielt. Er steuerte allein auf den Torhüter zu, brachte den Ball aber nicht an ihm vorbei.

„Vielleicht wäre es dann noch einmal spannend geworden“, sagte Maaßen. Kurz dem Abpfiff der solide leitenden Schiedsrichterin Julia Beumer machten die Gastgeber alles klar. Die etwa 20 Bansiner Schlachtenbummler fuhren ebenso enttäuscht wie der Trainer und die Mannschaft nach Hause. „Wir waren für ein Pokalhalbfinale viel zu brav und bieder. So kann man sich gegen einen cleveren Gegner nicht behaupten. Die Art und Weise war bitter“, so der Coach.

Im Finale trifft der Tribseeser SV auf den SV Nordbräu Neubrandenburg, der sich im zweiten Halbfinale mit 2:0 gegen den SV Ducherow durchsetzte.

FCU: Wolff – Kulpa (46. Bahr), Szymczak (46. Jan Pohlmann), Hügel, Rodenhagen, Gohlke, Kwiatkowski (76. Grünwald), Zimmermann, Wozny, Marynowski, Woykos.

Tore: 1:0 Wollenburg (1.), 2:0, 3:0 Karg (30./89.).

FC Insel Usedom – FV Aufbau Jatznick 1:1 (1:1). Die Gäste waren von Beginn an hellwach. Usedoms Torhüter Andrzej Fica verhinderte mit drei starken Paraden einen Rückstand und kaschierte damit die Abstimmungsprobleme in der Abwehr. Danach kam der Gastgeber besser ins Spiel, mit Chancen für J. Pohlmann, Marynowski und Gohlke. Als Zimmermann frei gespielt wurde, netzte er sicher zum 1:0 ein. Gohlke, Hus und vor allem Marynowski schufen ein Übergewicht im Mittelfeld, Pohlmann riss in der Spitze Räume auf. Die Überlegenheit führte jedoch nicht zum verdienten 2:0, denn der agile Kwiatkowski vergab zwei „Hundertprozentige“. Die Gäste wurden wieder offensiver. Hus verhinderte den Ausgleich (39.) noch, doch vier Minuten später stand es 1:1.

Nach der Pause verflachte das Spiel. Jatznick hatte den größeren Siegeswillen, während der FC mit angezogener Handbremse spielte. Bis zur 75. Minute hatten die Gäste zahlreiche Chancen, die jedoch nicht genutzt wurden. Die Schlussphase gehörte wieder dem FCU, aber Marynowski und Zimmermann scheiterten knapp.

FCU: Fica – Szymczak (66. Sander), Wozny, Bahr, Pröhl – Gohlke, Hus - Kwiatkowski, Marynowski, Zimmermann – J. Pohlmann ( 70. Kulpa).

Tore: 1:0 Zimmermann (21.), 1:1 Albrecht (42.).

Bert Belitz

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