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FC Hansa Bergmanns Déjà-vu mit Stuttgart
Sportbuzzer FC Hansa Bergmanns Déjà-vu mit Stuttgart
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00:00 28.03.2014
Wir hatten so eine Phase ja schon mal und werden uns auch aus dieser kleinen Krise wieder herausarbeiten.“ Hansa-Trainer Andreas Bergmann vor dem Spiel gegen die Stuttgarter Kickers

Andreas Bergmann mag es wie ein Déjà-vu (wörtlich übersetzt: schon gesehen) vorkommen, wenn er auf dem — bisherigen — Höhepunkt der zweiten Hansa-Krise dieser Saison morgen in der DKB-Arena auf die Stuttgarter Kickers trifft. Die 0:2-Hinspielniederlage bei den Himmelblauen am 19. Oktober des vergangenen Jahres markierte den Höhepunkt der ersten großen Krise, die Bergmann fast seinen Job gekostet hätte. „Ich kann mich daran erinnern“, sagt der Trainer knapp, „aber es interessiert mich nicht mehr“.

Gut fünf Monate später herrscht nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug, der Hansa vom 15. Rang bis auf Relegationsplatz drei katapultierte (20. Spieltag), wieder Krisenstimmung bei den seit Wochen schwächelnden Hanseaten. Ganze acht Punkte holten die Rostocker in den zehn Spielen dieses Jahres. Die Quittung ist der Absturz auf den neunten Tabellenplatz. „Die Partie hat Endspielcharakter. Wir wollen den Bock endlich umstoßen und über 90 Minuten eine gute Leistung abrufen“, kündigt Stürmer Halil Savran an — freilich nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen. Auch Trainer Bergmann gibt sich vor dem Spiel gegen den Tabellennachbarn (11. Platz/42 Punkte), der Hansa (9./43) mit einem Sieg überholen könnte, trotz der andauernden Talfahrt optimistisch. „Wir hatten so eine Phase ja schon mal und werden uns auch aus dieser kleinen Krise wieder herausarbeiten“, ist der Coach überzeugt. Für Bergmann hat die Minusserie vor allem mentale Ursachen. „Wir müssen versuchen, den Spielern die Schwermut zu nehmen. Sie müssen mit Energie in die Partie gehen und sich auf das Spiel freuen.“

Personell gibt es vor der Partie einige Fragezeichen. Kapitän Sebastian Pelzer (Sprunggelenkprobleme) und David Blacha (Innenbanddehnung) konnten gestern nicht mit der Mannschaft trainieren. „Das könnte eng werden“, urteilt Bergmann, der weiterhin auf Mustafa Kucukovic (Infekt) verzichten muss. Für Mittelfeldabräumer Ken Leemans könnte die Saison möglicherweise sogar schon beendet sein. Der Belgier, der nach seinem Wadenbeinbruch gerade erst wieder Anschluss gefunden hatte, muss sich in den nächsten Tagen eine Schraube aus dem Bein entfernen lassen. „Er fällt auf jeden Fall längerfristig aus“, erklärt Bergmann. Da Leemans‘ Vertrag im Juni ausläuft, hat der 31-Jährige somit möglicherweise keine Gelegenheit mehr, sich für eine Weiterverpflichtung anzubieten.



Sönke Fröbe

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