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FC Hansa Dahlmann: Einigen ging es nur um Randale
Sportbuzzer FC Hansa Dahlmann: Einigen ging es nur um Randale
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02:27 04.04.2014
Polizisten sichern den VIP-Zugang zum Stadion, als Fans versuchen, das Gelände zu stürmen. Quelle: Inside Picture

Die schweren Fan-Ausschreitungen nach der 1:2-Pokalpleite des FC Hansa Rostock gegen den 1. FC Neubrandenburg haben die Vereinsführung des Drittligisten in einen Schockzustand versetzt. „Das Spiel war eine Katastrophe“, sagte Klubchef Michael Dahlmann. „Aber was danach passiert ist, ist viel, viel schlimmer.“

Schon kurz nach dem Abpfiff skandierten die Rostocker Anhänger in Richtung Mannschaft: „Und ihr wollt Hansa Rostock sein?“ Dabei flog eine zerbrochene Sitzschale auf das Spielfeld. Sie landete kurz hinter der Auswechselbank der Gäste — es sollte der Anfang einer schlimmen Nacht sein.

Wenig später eilten die ersten Ordner durch den Innenraum des Stadions in Richtung Spielertunnel, ihnen folgten knapp 20 Polizisten. Ihr Ziel: Sie sollten die Zugänge zum Stadion sichern. Denn auf dem Kunstrasenplatz vor der DKB- Arena, der bei den Spielen als Parkplatz für besondere Gäste genutzt wird, hatten sich rund 250 Anhänger versammelt.

Immer wieder droschen aufgebrachte Fans auf die Werbetafeln an den Eingängen ein. Dabei blieb es nicht. Mehrere Vermummte schwärmten aus — als sie wieder auf dem Kunstrasen auftauchten, trugen sie Baustellenabsicherungen und Eisenstagen mit sich. Die Situation spitzte sich immer weiter zu. Erste Steine flogen über den Zaun.

Als Spieler mit den Fans sprachen, schien es, als würde sich die Atmosphäre langsam beruhigen. Ein Trugschluss. Denn plötzlich drängten wieder mehrere Anhänger gegen die Einlasstore. Rhythmisch stießen sie dagegen — bis das Tor nachgab. Ordnungskräfte und Fans standen sich nun direkt gegenüber. Die Polizei setzte Reizgas ein — die Massen rannten zurück. Ein gespenstisches Bild.

Vor der Stadioneinfahrt an der Kopernikusstraße war zu diesem Zeitpunkt bereits eine Barrikade errichtet worden, eine Mülltonne brannte. In der Luft kreiste ein Hubschrauber. Aus Furcht vor Übergriffen verließen einige Hansa-Profis erst weit nach Mitternacht in ihren Autos das Stadiongelände.

Klubchef Dahlmann entschuldigte sich: „Es tut mir weh, wenn man so was sieht. Einigen ging es nur um Randale. Das ist nicht der FC Hansa, das ist nicht unser Weg.“



OZ

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