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FC Hansa „Das ist auch ein bisschen Unvermögen“
Sportbuzzer FC Hansa „Das ist auch ein bisschen Unvermögen“
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00:00 24.03.2014
Nachdenklich: Leonhard Haas (32). Quelle: Andy Bünning

OSTSEE-ZEITUNG: Es ist frustrierend: Wieder ein frühes Gegentor — und wieder ist das Spiel gelaufen. Woran liegt das?

Leonhard Haas: Schwer zu erklären. Vorn waren wir klar zu harmlos, das reicht einfach nicht. Wenn du ein Spiel gewinnen willst, musst du auch mal das Tor treffen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit sechs, sieben Chancen, aber nicht die nötige Entschlossenheit. Das kann nicht nur Pech sein, sondern ist auch ein bisschen Unvermögen.

OZ: Noch kein Heimsieg in diesem Jahr. Wie kommt es, dass die Mannschaft zu Hause nicht mehr gewinnt?

Haas: Es ist nicht so, dass wir nicht wollen, aber es ist irgendwie eine Verkrampftheit drin. Das ist so bitter: Die Fans feuern uns an, und wir schenken die Spiele einfach so her.

OZ: Sie fliegen morgen zusammen mit den Fans zum Auswärtsspiel nach Saarbrücken. Wird das jetzt eine Strafmission?

Haas: Wenn man vier Heimspiele verloren hat und dabei wie viele Tore gemacht, eins? — das sagt ja schon alles. Klar wird man unangenehme Fragen beantworten müssen, aber das müssen wir einstecken. Die Fans sind ja nicht nur da, wenn es gut läuft. Wir gehen da jetzt gemeinsam durch.

OZ: Der Zug nach oben ist längst abgefahren, nach unten brennt nichts mehr an. Geht damit auch die Motivation von einer Heimpleite zur nächsten immer mehr flöten?

Haas: Motiviert sind wir schon. Mir gefällt der Spruch nicht, es gehe nur noch um die goldene Ananas. Es geht um Punkte, es geht um Prämien und bei dem einen oder anderen auch um die Zukunft.

OZ: 7800 Zuschauer sind Saison- Minuskulisse. Spielt die Mannschaft auch noch das Stadion leer?

Haas: Natürlich liegt das zum großen Teil an den Ergebnissen. Ein Argument in Richtung der Zuschauer, zum nächsten Heimspiel wiederzukommen, hat man nur, wenn man gewinnt. Bei vier Heimniederlagen hat man keine Argumente.

Interview: Kai Rehberg



OZ

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