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Hansa-Profi Pekovic hakt Auftritt in Wembley ab

Rostock Hansa-Profi Pekovic hakt Auftritt in Wembley ab

Haarriss im Wadenbeinköpfchen: Montenegriner fehlt dem Klub und seiner Nationalmannschaft vier Wochen.

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Kann zurzeit nur zuschauen: Milorad Pekovic (36).

Quelle: Mike Worbs

Rostock. Davon träumt jeder Fußballer: einmal im Londoner Wembleystadion spielen. Für Milorad Pekovic war dieses Erlebnis zum Greifen nah — gestern ist es wohl geplatzt. Eine MRT-Untersuchung bestätigte am Vormittag: Hansas montenegrinischer Nationalspieler hat sich einen Riss im Wadenbeinköpfchen am rechten Knie zugezogen und fällt vier Wochen aus.

Wenn kein medizinisches Wunder geschieht, muss der Defensivmann im spannenden Finale der WM-Qualifikationsgruppe H tatenlos zusehen. Pekovic wird bei den entscheidenden letzten Spielen von Montenegro am 11. Oktober in England und vier Tage später zu Hause gegen Moldawien nicht dabei sein. Ausgerechnet wenn das kleine Balkanland (3./15 Punkte) im Vierkampf mit den Three Lions (1./16), der Ukraine (2./15) und Polen (4./13) sich erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifizieren kann. „Schade, dass ich bei den entscheidenden Spielen nicht dabei sein kann“, bedauert der 36-Jährige: „Im Moment heißt es für mich nur, wieder fit zu werden.“

Pekovic hatte sich die Verletzung vor zweieinhalb Wochen im Heimspiel gegen Unterhaching (0:1) zugezogen. Er bekam einen Schlag ans Knie, hielt die Blessur aber für nicht schwerwiegend.

„Normalerweise ist so etwas nach drei, vier Tagen weg.“ Nach einer Pause stieg er wieder ins Training ein. Doch bei hoher Belastung kehrten die Schmerzen zurück. „Da merkte ich, dass irgendwas nicht in Ordnung ist“, berichtete Pekovic.

Beim Spiel in Heidenheim (0:2) pausierte er. Danach fuhr er zunächst ohne MRT-Untersuchung zur Nationalmannschaft und hoffte, dass die Beschwerden abklingen würden. Doch spielen konnte der langjährige Bundesliga-Profi auch am vergangenen Freitag in Polen (1:1) nicht, dafür ließ er sich untersuchen und behandeln.

Mit dem Haarriss kann Milorad Pekovic in den kommenden zwei Wochen nur im Kraftraum und auf dem Fahrrad-Ergometer trainieren. Danach soll er mit Läufen beginnen. Bei Hansa fällt der Routinier voraussichtlich vier Spiele aus. Wenn er dann wieder fit ist, kann das Thema Nationalmannschaft für ihn doch noch einmal ganz aktuell werden. Denn kommt Montenegro auf den zweiten Tabellenplatz, geht es Mitte November in den Play-offs um die letzten WM-Tickets. Diese Chance will sich Pekovic nicht mehr entgehen lassen, denn dann kann ein anderer Traum wahr werden. Kai Rehberg

HANSA-NOTIZEN
Besuch: Stephan Gusche ist derzeit auf Stippvisite in der Heimat. Gestern schaute der Innenverteidiger, der im Sommer zu Wehen Wiesbaden gewechselt war, bei seinen ehemaligen Teamkollegen im Stadion vorbei. Der 23-Jährige hatte sich kurz nach Saisonbeginn das Kreuzband im rechten Knie gerissen — es war bereits sein dritter Kreuzbandriss innerhalb von knapp drei Jahren.

Rückkehr: Torhüter Fabian Künnemann (19) trainierte nach wochenlanger Schulterverletzung erstmals wieder auf dem Platz, allerdings noch mit Sonderprogramm.

Gäste: Torwart Robin Schröder und Mittelfeldspieler Max Christiansen durften gestern erstmals mit den Profis üben. Beide gehören zu den Bundesliga-A-Junioren.

 

OZ

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m