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Hansa-Profis müssen sich für schwachen Auftritt entschuldigen

Saarbrücken/Rostock Hansa-Profis müssen sich für schwachen Auftritt entschuldigen

Nach der 0:2-Niederlage in Saarbrücken waren Fans und Klubchef Dahlmann sauer.

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Es gab und gibt Gesprächsbedarf: Nach der 0:2-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken schickte Hansa-Klubchef Michael Dahlmann die Mannschaft in die Fankurve. Dort beschwerten sich die enttäuschten Anhänger über die Leistung der Profis.

Quelle: Wieck

Saarbrücken. Die Rückreise des FC Hansa Rostock vom Auswärtsspiel beim 1. FC Saarbrücken hatte Züge eines Spießrutenlaufes. Die Fans, die sich entschlossen hatten, gemeinsam mit der Mannschaft im Charterflieger zu reisen — das Motto vor dem Spiel lautete „Fliegen und siegen“ —, waren auch lange nach dem Schlusspfiff berechtigt sauer. Die Profis mussten sich nach der peinlichen 0:2-Niederlage beim Tabellenschlusslicht einiges anhören.

Hansas Vorstandschef Michael Dahlmann, der selbst Augenzeuge des sportlichen Offenbarungseides war, teilte den Unmut der Anhänger. „Die Fans nehmen an einem Wochentag solche Reisestrapazen auf sich und bekommen dann solch eine Leistung geboten“, meinte Dahlmann.

Der Klubchef musste nach dem Schlusspfiff im Saarbrücker Ludwigspark-Stadion dafür sorgen, dass sich die Mannschaft ihren Fans stellt. „Ist doch klar, dass der Frust tief sitzt“, meinte er. Da gehöre sich einfach, dass sich die Profis die Kritik anhören.

Die Frage nach seiner Einschätzung der Situation umging der 36-Jährige: „Die Phase, in der wir acht Spiele in Folge nicht verloren haben, hat mehr Spaß gemacht.“ Dahlmann kündigte an, mit Manager Uwe Vester die sportliche Situation analysieren zu wollen.

Auf die Frage, ob Trainer Andreas Bergmann angesichts der schlechten Leistungen des Teams um seinen Job bangen müsste, erklärte Dahlmann: „Andreas Bergmann ist unser Trainer.“ Bergmann hatte nach der Partie, in der die Rostocker zum wiederholten Mal in der ersten Halbzeit uninspiriert wirkten, erklärt, wie enttäuscht er sei: Es habe vor allem an der Durchschlagskraft im Offensivbereich gehapert, analysierte der 54-Jährige und stellte sich erneut schützend vor seine Mannschaft. Sie habe in der zweiten Halbzeit mehr versucht, agiere aber unglücklich und belohne sich für den Aufwand nicht.

Fakt ist, dass es vor dem Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen die Stuttgarter Kickers (Anstoß 14.00 Uhr) jede Menge Gesprächsbedarf gibt. Kapitän Sebastian Pelzer hatte nach dem Schlusspfiff schon mal den Anfang gemacht und seine Mannschaftskollegen scharf kritisiert. Er holte zum Rundumschlag aus, sprach von „Alibi“-Fußball und nannte Mitspieler „Hürdenläufer“. Dann machte er klar: „Nichts ist vorbei. Für uns geht es darum, die Saison richtig abzuschließen.“

Die Phase,
in der wir acht Spiele in Folge nicht verloren haben, hat mehr Spaß gemacht.“Hansas
Vorstandsvorsitzender
Michael Dahlmann (36)

 



Christian Lüsch

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m