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FC Hansa Umsatz, Mitglieder, Strafen: Hansa ist auf Rekordkurs
Sportbuzzer FC Hansa Umsatz, Mitglieder, Strafen: Hansa ist auf Rekordkurs
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05:00 24.11.2018
Hansa-Vorstandschef Robert Marien (l.) und Trainer Pavel Dotchev Quelle: Lutz Bongarts
Rostock

Umsatz, Mitglieder – aber auch Strafen: Hansa Rostock ist in der 3. Liga auf Rekordkurs. „In der laufenden Saison schaffen wir eine schwarze Null, vielleicht sogar einen kleinen Gewinn“, sagt Vorstandschef Robert Marien vor der Mitgliederversammlung des Klubs am Sonntag in der Rostocker Ospa-Arena.

„Der Verein gibt das aus, was er erwirtschaftet. Wir brauchen erstmals kein frisches Geld von außen mehr“, erklärt Marien. In der vergangenen Saison hatte der Etat noch eine Lücke von 417 000 Euro ausgewiesen. Beim Umsatz gab es nach OZ-Informationen in der Spielzeit 2017/18 deutliche Zuwächse, die auch für die laufende Saison erwartet werden und wohl eine klubinterne Drittliga-Rekordmarke erreichen. Die ermutigenden Zahlen wird Marien den Mitgliedern – von den weit mehr als 12 500 werden bis zu 800 in der Ospa-Arena erwartet – am Sonntag mitteilen.

Trotz der wirtschaftlich positiven Entwicklung, die auf den guten Wachstumsraten beim Kartenverkauf, im Marketing und Merchandising fußt, wäre der hoch verschuldete Verein auch in seiner mittlerweile achten Drittliga-Saison ohne Investor Rolf Elgeti nach wie vor nicht existenzfähig. Der vom größten Klub-Gläubiger gewährte Zins- und Rückzahlungsstopp hält den Verantwortlichen in der Spielbetriebs GmbH den Rücken frei. „Ja, wir sind auf die Hilfe von Herrn Elgeti angewiesen“, räumt Marien ein. Aufgrund der teuren Infrastruktur und der finanziellen Altlasten sei der Verein in der 3. Liga nicht wirtschaftlich zu führen.

„Die ganz große Baustelle ist und bleibt das Ostseestadion“, konstatiert der Hansa-Chef. Um den Sanierungsstau in der 2001 eröffneten Arena abzubauen (Flutlicht, Videowand, Rasenheizung, Sitzschalen), seien „in den nächsten sieben, acht Jahren“ Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe nötig: „Das wird das ganz große Projekt sein, mit dem wir uns Liga-unabhängig beschäftigen müssen.“

Voraussetzung für eine nachhaltige Konsolidierung des Koggenklubs ist die Rückkehr in die 2. Bundesliga. „Das ist unser Ziel, und es ist auch realistisch. Aber wir sehen jede Woche, wie schwer es ist. Die Liga ist noch enger als wir dachten, Jeder klaut Jedem die Punkte“, sagt der seit Juli 2016 amtierende Vorstandschef. Um dieses Ziel zu erreichen, will Hansa in der Winterpause personell nachrüsten: „Wir haben festgestellt, dass wir auf ein, zwei Positionen ein bisschen dünn besetzt sind“, sagt Marien. Der bis Juni 2019 datierte Vertrag des Cheftrainers verlängert sich bei einem Aufstieg automatisch. „Wir haben da keinen Zeitdruck“, erklärt Marien und fügt hinzu: „Pavel Dotchev macht einen sehr guten Job.“

Auf einen neuen – traurigen – Rekord steuert der Verein in Sachen DFB-Strafen zu. Vergangene Woche hatte das Sportgericht einen Hansa-Einspruch abgewiesen und die Rostocker zu 38 350 Euro Strafe wegen Pyro-Vergehen seiner Anhänger verurteilt. „Dagegen werden wir am Montag oder Dienstag Berufung einlegen“, kündigt Marien an. Seit 2013 musste Hansa fast 230 000 Euro an den DFB überweisen.

Sönke Fröbe

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