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Spaß-Fußball: Hansa macht endlich wieder Laune

Rostock Spaß-Fußball: Hansa macht endlich wieder Laune

Der Rostocker Drittligist gewinnt Sympathien zurück. Allerdings muss der Klub weiter sparen.

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Da jubeln die Spieler, da freut sich der Fan: Hansa macht Punkt, wie hier im Spiel gegen Jahn Regensburg.

Quelle: Andy Bünning

Rostock. Die Saison ist noch jung, aber ein erstes Etappenziel hat der FC Hansa Rostock schon nach sieben Spieltagen erreicht. Der Fußball-Drittligist ist dabei, verlorene Sympathien bei den Fußballfans in Mecklenburg-Vorpommern zurückzuerobern. „Die Zuschauer sollen beim Verlassen des Stadions das Gefühl haben, dass sie eine Mannschaft gesehen haben, die Spaß macht, die sich reinhaut“, sagt Manager Uwe Vester. Beim 4:2-Spektakel gegen Jahn Regensburg wurde das Team von Trainer Andreas Bergmann am Mittwochabend für seinen leidenschaftlichen Auftritt mit stehenden Ovationen, „Oh-wie-ist- das-schön“-Gesängen und der La-ola-Welle gefeiert. „Mein Eindruck ist, dass die Leute wieder gerne zu uns kommen und wieder stolz auf ihren Verein sind“, urteilt Hansas Vorstandsvorsitzender Michael Dahlmann, der vor gut sieben Monaten angetreten ist, um den maroden Ex-Bundesligisten zu sanieren.

„Jeder Sieg und jeder Punkt hilft uns dabei“, erklärt der 35-Jährige mit Blick auf die wirtschaftlich weiterhin schwierige Situation des Vereins. Ein negatives Eigenkapital in Höhe von etwa sieben Millionen Euro schränkt den Handlungsspielraum der Verantwortlichen massiv ein. „Das Sanierungskonzept ist fertig, wir sind dabei es umzusetzen. Aber das ist noch ein langer Weg“, sagt Dahlmann.

Nach den drastischen Sparmaßnahmen, in deren Folge Anfang Juni neun Entlassungen ausgesprochen wurden, könnten in einer zweiten Phase weitere Einschnitte drohen. „Wir müssen die Erträge erhöhen oder aber unsere Ausgaben senken. Andere Möglichkeiten gibt es nicht“, erklärt der Vorstandschef. Angeblich müssen bereits alle Ausgaben, die 100 Euro überschreiten, vom Vorstand abgesegnet werden.

Auf der Einnahmenseite gibt es derzeit eine positive Entwicklung. Der im Etat veranschlagte Zuschauerschnitt von 8300 wurde in den ersten vier Heimspielen, zu denen im Schnitt 10 775 Fans kamen, deutlich übertroffen. Die 26 Logen in der DKB- Arena sind bis auf eine ausgebucht, die Zahl der Sponsoren liegt derzeit bei etwa 200, wie Maik Weber vom Hansa-Vermarkter Infront Germany auf Anfrage mitteilt: „Angesichts der katastrophalen Vorsaison sind wir mit diesem Stand sehr zufrieden.“

Im Vergleich zu anderen Drittligisten sei „der Vermarktungserfolg sehr gut“, sagt auch Nordex-Manager Jörg Hempel, im Frühjahr 2010 kurzzeitig Hansas Vorstandschef und seit November 2012 im Aufsichtsrat des Klubs: „Unser Umfeld mit dem Stadion, den Fans und dem ganzen Drumherum ist gehobenes Zweitliga-Niveau.“

So weit ist die Mannschaft noch nicht, aber als Tabellenfünfter mit nur drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Heidenheim ist sie auf einem guten Weg. Das sieht auch Trainer Bergmann so: „Ich finde, dass wir bisher eine ganz gute Entwicklung genommen haben.“ Klubchef Dahlmann wünscht sich mehr mitreißende Spiele wie das gegen Regensburg: „Das tut uns einfach gut.“ Seite 2/Sport

 

Sönke Fröbe

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Von Christian Lüsch

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Eckdaten des Vereins
  • Voller Name: Fußballclub Hansa Rostock e. V.
  • Ort: Rostock, Mecklenburg-Vorpommern
  • Gegründet: 28. Dezember 1965
  • Vereinsfarben: Weiß-Blau
  • Stadion: Ostseestadion
  • Plätze: 29.000
Ostseestadion
  • Frühere Namen
    Ostseestadion (1954–2007)
    DKB-Arena (2007–2015)
  • Ort: Kopernikusstraße 17 18057 Rostock
  • Eigentümer: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Betreiber: Ostseestadion GmbH & Co. KG
  • Baubeginn: Neues Stadion: 2. April 2000 (Grundsteinlegung)
  • Eröffnung     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954
    Neues Stadion: 4. August 2001
  • Erstes Spiel     
    Altes Stadion: 27. Juni 1954 Einheit Schwerin – Chemie Zeitz 1:3
    Neues Stadion: 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer 04 Leverkusen 0:3 (Bundesliga)
  • Oberfläche: Naturrasen
  • Kosten: 55 Mio. DM
  • Spielfläche: 105 x 68 m