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BVB-Sternstunde: Nach 3:0 über Donezk im Viertelfinale

Dortmund BVB-Sternstunde: Nach 3:0 über Donezk im Viertelfinale

Borussia Dortmund sorgt in der Champions League weiter für Festtagsstimmung und ist nach langer Abstinenz zurück im erlesenen Kreis der acht besten europäischen Teams.

Dortmund. Beim 3:0 (2:0) über Schachtjor Donezk bot der einstige Titelgewinner erneut eine Gala auf internationaler Bühne.

Der BVB qualifizierte sich erstmals nach 15 Jahren wieder für das Viertelfinale der Königsklasse. Die Dortmunder haben sich damit als erste deutsche Mannschaft für die Runde der besten Acht qualifiziert, in der kommenden Woche können der FC Bayern München und der FC Schalke 04 noch folgen.

Vor 65 413 Zuschauern in der Dortmunder Arena besiegelten Innenverteidiger Felipe Santana (31.), der erst durch die Grippe-Erkrankung von Mats Hummels seinen Platz im Team sicher hatte, Mittelfeldstar Mario Götze (36.) und Jakub Blaszczykowski (59.) das Weiterkommen. Im Achtelfinal-Hinspiel vor drei Wochen hatten sich beide Teams 2:2 getrennt. Damit steht der BVB erstmals seit der Saison 1997/98 wieder im Viertelfinale der Königsklasse, damals war für die Schwarz-Gelben als Titelverteidiger im Halbfinale Endstation.

„Das ist für uns ein außergewöhnlicher Moment. Die ganze Champions-League-Saison läuft bis hierhin wie geschnitten Brot. Die Mannschaft spielt außergewöhnlich. Das war von der ersten bis zur letzten Minute stark“, schwärmte Klopp. Auch der glänzend aufgelegte Götze sprach von einem „großartigen Spiel“. Laut Kapitän Sebastian Kehl habe der BVB „konzentriert und zielstrebig gespielt.“ Und auch Sportdirektor Michael Zorc war überglücklich. „Ich bin erleichtert, dass wir in die nächste Runde eingezogen sind. Wir sind nach den beiden Spielen mehr als verdient weitergekommen“, sagte Zorc. An eine mögliche Titelchance wollte er aber noch nicht denken. „Wir freuen uns erst einmal, dass wir im Viertelfinale stehen.“

In dieser Verfassung dürfte für die jüngst von Sir Alex Ferguson zum Geheimfavoriten erklärten Dortmunder aber auch in der nächsten Runde (2./3. und 9./10. April) noch einiges möglich sein. Wie schon bei den Siegen gegen Ajax Amsterdam, Real Madrid und Manchester City in der Gruppenphase präsentierte sich der BVB von seiner allerbesten Seite. Taktisch diszipliniert in der Defensive zelebrierten die Dortmunder phasenweise Einbahnstraßen-Fußball. Das zahlt sich auch finanziell aus. Weitere 3,9 Millionen Euro spült das Weiterkommen in die Kassen der Dortmunder, die in der laufenden Saison schon rund 40 Millionen Euro umgesetzt haben.

Der starke Götze war Ausgangspunkt der ersten Dortmunder Torchance in der zwölften Minute. Auf Zuspiel des Ausnahmetechnikers war Torjäger Robert Lewandowski frei vor Torhüter Andrej Pjatow, doch der Schachtjor-Schlussmann war zur Stelle. Kurz darauf verpasste Götze nach Pass von Marcel Schmelzer nur knapp (16.). Die überraschend defensiv eingestellten Ukrainer waren in dieser Phase hoffnungslos unterlegen, während beim BVB die Balance stimmte. Ohne die Abwehr zu entblößen, drückten die Westfalen auf das Tempo und erspielten sich viele gute Möglichkeiten.

Die logische Folge war nach gut einer halben Stunde das erste Champions-League-Tor von Santana nach Ecke von Götze (31.). Sechs Minuten später machte es Götze selbst, nachdem er von Lewandowski in Szene gesetzt worden war. Und die Ukrainer, die immerhin Titelverteidiger FC Chelsea ausgeschaltet hatten? Mehr als eine Chance durch Fernandinho war für Schachtjor, das am Wochenende nach 91 Tagen in die Rückrunde der Premjer Liga gestartet war, nicht drin.

Im zweiten Durchgang benötigten die Gastgeber ein wenig, um wieder zu ihrem Spiel zu finden. Nach einigen brenzligen Situationen (Chancen durch Douglas Costa und Fernandinho) war es Schachtjors Keeper Pjatow, der Blaszczykowski mit einem schweren Patzer zum dritten Tor einlud. Götze (64.) und Marco Reus (80.) verpassten anschließend einen noch deutlich höheren Sieg.

dpa

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