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Fussball regional Doppelter Rambow: Grimmener SV gewinnt Derby gegen 1860
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Doppelter Rambow: Grimmener SV gewinnt Derby gegen 1860
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11:57 25.11.2018
Die Szene vor dem 2:0: Grimmens Stephan Rambow beim Abschluss, Christoph Vit schmeißt sich noch in den Schuss. Quelle: Horst Schreiber
Grimmen

„Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, schallte es aus der Spielertraube des Grimmener SV am Sonnabend durch das heimische Sportforum. Der GSV hat seine Vormachtstellung im Kreis Vorpommern-Rügen behauptet, schlug Lokalrivale TSV 1860 Stralsund mit 4:1. Sowohl GSV-Trainer Martin Walewski als auch Stralsunds Robin Baarhs sprachen von einem am Ende verdienten Ergebnis.

Das Derby begann sehr fade: Beide Reihen standen defensiv gut und hatten Probleme, Chancen zu kreieren. Der größte Aufreger in der Anfangsphase war noch das Einhaken von Christoph Vit bei Christian Schmidt inklusive lautstarker Beschwerde des Grimmeners. „Die erste Halbzeit war ein bisschen fahrig. Wir haben nicht so schnell hinter rausgespielt wie zuletzt bei unseren Heimspielen“, gestand Walewski.

Doch dann dribbelte sich Tobias Schocknecht in den Stralsunder Strafraum, Michael Lindberg traf den Youngster am Fuß, der aber nicht zu Boden ging. Trotzdem zeigte Schiedsrichter Sirko Müke sofort auf den Punkt. Harte aber vertretbare Entscheidung. Patrick Jeschke ballerte die Kugel unter die Latte zur Führung (16.).

Doch das Tor wirkte nicht wirklich wie ein Dosenöffner. Das Spiel blieb arm an spektakulären Szenen. Deshalb dauerte bis kurz vor der Pause bis zum nächsten Höhepunkt. Denis Simdorn wuselte sich in den Strafraum, Stephan Rambow übernahm das Spielgerät und hielt drauf. TSV-Schlussmann Alexander Gernetzki parierte noch, doch der Ball prallte vor die Füße von Debütant Lukas Ziems. Der 18-Jährige, der schon vor zwei Wochen mit den A-Junioren einen Derbysieg gegen 1860 feierte, staubte zum 2:0 ab (44.). Allerdings reklamierten die Stralsunder heftig nach dem Treffer: Die Gäste sahen den Torschützen beim Schuss von Rambow im Abseits. „Dieser Treffer war der Genickbruch“, räumte TSV-Trainer Baarhs ein.

Sein Gegenüber Martin Walewski erkannte die spielentscheidende Szene knapp 15 Minuten später, denn direkt nach Wiederanpfiff erhöhte Grimmens Spielführer auf 3:0. Der zur Pause eingewechselte Martin Wollenburg wurde mustergültig auf rechts bedient. Seine Flanke auf den langen Pfosten legte Simdorn zurück ins Zentrum, wo Rambow den Ball über die Linie drückte (47.). Ein Traumstart in Hälfte zwei. „Das 0:3 fällt, weil wir so einen käsigen Fehlpass spielen“, haderte Baarhs. Kurz danach hämmerte Elfmeterschütze Jeschke einen Ball aus der Drehung aus rund 25 Metern an die Unterkante der Latte.

In der Folge hatte Grimmen wenig Mühe, den Erfolg zu verwalten, weil Stralsund offensiv zu harmlos agierte Zwar machte die Baarhs-Elf wenige individuelle Fehler, doch im Spiel nach vorn fehlte die mannschaftliche Souveränität, um spielerisch Chance zu kreieren. Die beste Möglichkeit auf den Anschlusstreffer hatte Stürmer Michael Lindberg, der einen Pass in die Tiefe von Vit erlief und Torhüter Carl Claas umkurven wollte, jedoch entschärfte der Schlussmann die Situation. Da war die Schlussphase bereits angebrochen. Im Gegenzug schickte Verteidiger Sven Tilse mit einem feinen Pass Wollenburg auf die Reise, der auf Rambow flankt. Doch der Torjäger brachte die Kugel aus kurzer Distanz nicht im Kasten unter.

Wenig später machte es Rambow besser: Benjamin Peter spielte einen klugen Pass über die TSV-Abwehrreihe, die auf Abseits spekulierte, Oliver Fischer erlief diesen und legte kurz vor Keeper Gernetzki quer auf seinen mitgelaufenen Kapitän – 4:0 (79.).

In einem Moment der Unaufmerksamkeit des GSV kam Stralsund noch zum Ehrentreffer. Daniel Hartz flankte an die Strafraumgrenze, Matthias Ferch köpfte in den Lauf von Lindberg, der aus spitzem Winkel traf (80.). Die letzte Aktion des Spiel gehörte aber wieder den Hausherren. Rambow köpfte eine Peter-Flanke an den Pfosten (90.).

Martin Walewski freute sich über die spielerische Steigerung im zweiten Durchgang: „Da haben wir fast jeden Angriff zu Ende gespielt. Dann müssen wir eigentlich höher gewinnen.“ Grund zum Jubeln gab es beim Übungsleiter nicht nur über den Derbysieg: Vor einer Woche hatte er die Prüfung zur B-Lizenz bestanden.

Am kommenden Wochenende kann Rivale Grimmen dem TSV Schützenhilfe leisten. Während 1860 den mittlerweile überragenden Aufsteiger FSV Kühlungsborn (6.) zu Gast hat, ist der GSV beim FSV Malchin gefordert, der einen Zähler vor Stralsund über dem Strich steht. Sollte Grimmen (12.) weiter gewinnen winkt erstmals in dieser Spielzeit ein einstelliger Tabellenplatz.

Horst Schreiber

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