Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Fussball regional Mit Hannenmann-Fallrückzieher: Traktor Kirchdorf überrascht im Pokal
Sportbuzzer Fußball Fussball regional Mit Hannenmann-Fallrückzieher: Traktor Kirchdorf überrascht im Pokal
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:42 17.03.2019
Kirchdorfs Jörn Füsting köpft in der 2. Minute zum 1:0 im Viertelfinale gegen den TSV Sagard ein. Quelle: foto: Christian klitz
Kirchdorf

Paukenschlag im Kreispokal-Viertelfinale: Der SV Traktor Kirchdorf hat am Sonnabend Vorjahresfinalist TSV Sagard hoch verdient mit 3:1 aus dem Wettbewerb gekegelt. Zudem führte der SV Neuenkirchen über eine Stunde lang gegen den klassenhöheren SV Niepars, musste aber noch mit 1:4 geschlagen geben. Im Pokal-Spitzenspiel zwischen der Reserve des Grimmener SV und der SG Empor Sassnitz behielt der Favorit aus der Trebelstadt die Oberhand – 2:1. Das vierte Viertelfinale zwischen SV Steinhagen und SG Empor Richtenberg II wurde kurzfristig aufgrund von Unbespielbarkeit des Platzes auf den 31. März verlegt. SV Traktor KirchdorfTSV Sagard 3:1 (2:0). Es waren nicht einmal zwei Minuten gespielt, da nahm die Pokalüberraschung seinen Lauf: Jörn Füsting köpfte einen Freistoß in den Sagarder Kasten. Der Underdog führte! „Der frühe Treffer hat uns natürlich in die Karten gespielt. Eigentlich wollten wir tief verteidigen und über unsere schnelle Sturmreihe Konter fahren“, erklärte SVK-Trainer Sebastian Steinitz.

Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Andreas Hannemann für die nächste Kirchdorf-Ekstase: Der Offensivmann erhöhte nach Flanke artistisch auf 2:0 (41.). „Der Mann ist 36 Jahre alt und trifft per Vorzeige-Fallrückzieher – Wahnsinn“, lobte der gleichaltrige Steinitz und ergänzte lachend: „Ich hätte mit bei dem Versuch wahrscheinlich alle Knochen gebrochen.“

Allerdings wähnte Gegner Sagard vor dem Treffer eine Abseitsstellung, die nicht geahndet wurde. So rannten die Rüganer zur Pause einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Und mussten nach 68 Minuten die Träume auf das Halbfinale vollends begraben. Richard von Randow markierte die 3:0-Entscheidung. Der TSV-Treffer kurz vor Schluss durch Felix Meyer war nur noch Ergebniskosmetik.

„Die Spieler haben ausgelassen gefeiert“, verriet Steinitz, der endgültig Pokal-Blut geleckt hat: „Jetzt wollen wir den nächsten Schritt gehen. Das Team hat schon vor dem Sagard-Spiel gemerkt, was es erreichen kann. Es ist nicht mehr weit bis zum Finale.“

Dahin kommt der TSV Sagard in dieser Saison nun nicht mehr. „Glückwunsch an Kirchdorf! Sie haben verdient gewonnen“, musste TSV-Trainer Frank Meyer anerkennen. Die Pleite kam für ihn nicht allzu überraschend. „Wir tun uns in Kirchdorf generell schwer. 2016 hätten wir dort beinahe den Aufstieg verspielt. Und jetzt war es einfach sehr ungewohnt nach der Hallensaison und Training auf Kunstrasen auf dem etwas holprigen Geläuf zu spielen.“ SV Neuenirchen – SV Niepars 1:4 (1:0). Große Mühe hatte der SV Niepars mit dem klassentieferen SV Neuenkirchen. 47 Minuten lang liefen der Kreisoberligist einem Rückstand hinterher. Marten Hagge brachte die Rüganer in der 17. Minute in Front. „Das Gegentor war natürlich ein Dämpfer. Wir mussten uns glücklich schätzen, nicht noch das 0:2 vor der Pause bekommen zu haben. Dafür müssen wir uns speziell bei unserem Torwart bedanken“, haderte Niepars-Coach Lars Clauer. Sein Gegenüber Mario Bredow stimmte ein: „In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gezeigt und Niepars unter Druck gesetzt. Allerdings konnten wir nach unserem Führungstor nicht den Deckel mit einem zweiten Tor zumachen, was uns in der zweiten Halbzeit zum Verhängnis wurde.“

So drehte Niepars die Partie. Nils Lessing gelang ein Doppelschlag (64., 73.), ehe Bastian Rost (77., 90.) alles klarmachte. „Für uns ist ein Pokalspiel immer etwas sehr besonders, was wir allerdings in der ersten Halbzeit nicht gezeigt haben. Dann haben wir viel Geduld bewiesen und gute Angriffe in Richtung gezeigt. Ich denke, der Ausgleich war der Dosenöffner für unser Spiel“, sagte Clauer. Für Bredow war das Nieparser Führungstor der K.o.-Treffer für seine Mannschaft. „Nach den ersten beiden Gegentreffer, wussten wir schon, dass es für uns nichts mehr wird. Niepars hat uns dauerhaft unter Druck gehalten und wir konnten nichts mehr nach vorne ausrichten“, bedauerte der Neuenkirchener Übungsleiter.

Grimmener SV II – SG Empor Sassnitz 2:1 (1:0). Am Sonntag schied auch der letzte Rügen-Vertreter aus dem Pokal. Grimmens Jörn Gau preschte kurz vor der Pause ins Sassnitzer Aufbauspiel und traf zum 1:0 (38.). Nach dem Seitenwechsel zeigte Schiedsrichter Thomas Hojenski endgültig auf den Punkt, nachdem er zuvor schon einen Elfmeter für den GSV zurücknahm. Torjäger Nico Wehlitz verwandelte eiskalt (73.).

In der Folge hatte Empors Hussein Safari zwei Riesenchance, scheiterte aber jeweils freistehend per Kopf. Auch Grimmen hätte mehr Tore schießen können, spielte die Angriffe aber nicht konsequent zu Ende. Der Treffer von Benjamin Hoppe kam zu spät (90.+1).

„Wir wollten schon weiterkommen, hatten uns vor der Partie nicht von der Tabellensituation beeindrucken lassen“, sagte Christian Hagemeister. Der Sassnitzer Trainer sprach von einer „unglücklichen Niederlage, die aber anhand der Summe der Chancen verdient ist.“

Horst Schreiber und Fiete Ehrhardt

Die Stralsunder Volleyballerinnen siegen erstmals beim SV Blau-Weiß Dingden mit 3:1 und konnten damit in ihrer Zweitligazeit nur beim SC Potsdam nicht gewinnen.

11.03.2019

Landesklasse-Teams gewinnen knapp gegen Underdogs. Tribsees muss späten Ausgleich hinnehmen. 1860 Stralsund verliert gegen Kellerkind Lubmin.

11.03.2019

Die Verbandsliga-Kicker schlagen auch Görmin mit 2:1 und sind nun bestes Team nach der Winterpause.

10.03.2019