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Fussball regional Rot-Weiß Trinwillershagen will ins Achtelfinale
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14:45 11.10.2018
Eine Szene aus dem Derby: Morgen müssen der Triner Martin Fiske (l.) und der Barther Rayk Schröder mit ihren Teams im Landespokal antreten.  Quelle: OstseeMedia/Alexander Thiel
Barth/Trinwillershagen

Am vergangenen Sonntag standen sich der SV Rot-Weiß Trinwillershagen und der SV Barth (1:3) noch im Derby der Fußball-Landesklasse I gegenüber. Am bevorstehenden Wochenende sind die beiden einzig verbliebenen Mannschaften der Region im Landespokal in der dritten Runde des Wettbewerbs gefordert. Und die Voraussetzungen könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die Barther morgen auf den zwei Klassen höher spielenden Verbandsligisten Güstrower SC treffen, können sich die Triner berechtigte Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen. Sie empfangen am Sonntag (14 Uhr) den TSV Empor Zarrentin aus der Staffel IV der Landesklasse.

SVB-Trainer Denis Ulbricht weiß, dass seine Mannschaft als krasser Außenseiter gegen die Kicker aus der Barlachstadt ins Spiel gehen wird. „Wir haben zum zweiten Mal in Folge nichts zu verlieren“, sagt der Coach. Bereits in der vorangegangenen Runde hatten es die Barther mit einem höherklassigen Gegner zu tun. Gegen den Landesligisten PSV Rostock setzten sie sich mit 3:1 durch. Die Chancen gegen den GSC dürften aber weitaus geringer sein. Die Güstrower haben bislang in der Liga noch kein Spiel verloren und belegen Rang zwei der Tabelle. „Wir wissen, dass der Gegner sehr offensivstark ist“, schätzt Ulbricht ein und verweist auch auf den 14:0-Testspielsieg beim Ligakonkurrenten PSV Ribnitz-Damgarten im Vorfeld der Saison. „Wir sind gewarnt und wollen die Güstrower Offensive so lange es geht aufhalten“, meint Denis Ulbricht.

Ein Problem dabei wird sein, dass der Coach zu Umstellungen in seiner Defensive gezwungen ist. Jos-Carlo Lübs ist nach seiner Roten Karte gegen den PSV Rostock gesperrt. Der Verteidiger war nach einer vermeintlichen Notbremse vom Platz geflogen. „Eine mehr als unglückliche Entscheidung, die uns natürlich vor Probleme stellt“, sagte Ulbricht. Er hofft auf möglichst viele Zuschauer. „Wir freuen uns auf die Begegnung und werden versuchen, unseren Anhängern ein schönes Spiel zu bieten“, ergänzte er.

Vorfreude auf das Pokalwochenende gibt es auch beim SV Rot-Weiß Trinwillershagen. Der Tabellenführer der Landesklasse I empfängt mit dem TSV Empor Zarrentin das fünftplatzierte Team aus der Staffel IV. Der Kontrahent ist für Trins Trainer Jürgen Hakelberg nur schwer einzuschätzen. „Mir ist aber aufgefallen, dass der TSV viele Tore schießt, aber auch viele Gegentreffer bekommt“, sagte er. Zarrentin hat nach acht Spieltagen ein Torverhältnis von 24:21. Zum Vergleich: Die Rot-Weißen haben ebenfalls 24 Mal getroffen, aber nur sechs Tore hinnehmen müssen. „Hier müssen wir ansetzen“, fordert Hakelberg. Die erste Saisonniederlage am vergangenen Wochenende gegen den Lokalrivalen aus Barth spiele für ihn keine Rolle mehr. „Das ist Vergangenheit. Wir wollen uns natürlich rehabilitieren, können aber ganz befreit aufspielen.“ Die Chancen auf den Einzug in das Achtelfinale stehen nicht schlecht. „Das wollen wir auch erreichen“, gibt der Trainer die Zielsetzung aus. Jürgen Hakelberg verweist in diesem Zusammenhang auch auf den finanziellen Anreiz, denn für die Gewinner-Teams wird es Prämien geben. In der Vorsaison kassierten die Achtelfinalisten 675 Euro. „Das wäre für den Verein sehr lukrativ“, meint Hakelberg.

Er sehe aber auch den sportlichen Aspekt. „Vielleicht wartet ja in der nächsten Runde ein ganz großer Gegner auf uns“, sagt der Coach mit Blick auf den FC Hansa Rostock, der am Sonnabend (14 Uhr) beim Landesklasse-Vertreter SV Sturmvogel Lubmin haushoher Favorit ist.

Marco Schwarz