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Fussball regional SVB gewinnt rassiges Derby beim PSV
Sportbuzzer Fußball Fussball regional SVB gewinnt rassiges Derby beim PSV
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13:33 25.11.2018
PSV-Spieler Matthias Hirschmüller wird vom Barther Hardy Klement bedrängt. Sascha Praechter und Tom Zilian beobachten die Situation. Quelle: Foto: Marco Schwarz
Ribnitz-Damgarten/Wöpkendorf/Lubmin

Der SV Barth hat das Derby in der Fußball-Landesklasse I beim PSV Ribnitz-Damgarten knapp für sich entschieden. Siege feierten am 14. Spieltag auch die Mannschaften vom SV Rot-Weiß Trinwillershagen und der SG Wöpkendorf.

PSV Ribnitz-Damgarten – SV Barth 3:4 (1:1). Zwölf Jahre lang mussten die Fußballfans der Region auf dieses Derby warten, und die Protagonisten schienen alles nachholen zu wollen, was man in dieser Zeit verpasst hatte. So boten beide Teams ein rassiges Derby mit vielen Chancen auf beiden Seiten und sieben Toren. Am Ende freuten sich die Gäste aus Barth über einen Treffer mehr. „Nach dem 4:1 hätten wir es nicht mehr so spannend machen müssen. Insgesamt hatten wir aber doch die besseren Chancen und gewinnen nicht unverdient“, freute sich SVB-Coach Denis Ulbricht.

Seine Mannschaft hatte den Gastgebern im ersten Durchgang ungewohnt viel Raum zum Kombinieren gegeben. Das erste Tor schossen dennoch die Gäste. Moyede Almousa aus der zweiten Mannschaft der Barther staubte per Kopf ab, nachdem zuvor Hardy Klement an PSV-Keeper Gunnar Falck gescheitert war (15.). Anschließend versäumten es die Barther, die Führung auszubauen. Die Quittung folgte mit dem Pausenpfiff: Gero Leplow glich das Spiel nach einem Doppelpass mit Paul Sund aus.

Kurz nach dem Wiederanpfiff verpasste Leplow dann zunächst die Führung für die Platzherren, ehe auf der Gegenseite Jonas Muschke mustergültig zum 1:2 einköpfte (48.). Während PSV-Coach Steven Oklitz seiner Mannschaft das Gegentor zur erneuten Barther Führung noch verzieh, war er nach zwei weiteren SVB-Treffern ziemlich angefressen. Zweimal hatten die PSV-Kicker den Ball im Spielaufbau unnötig verloren, zweimal konterte der SVB stark, und zweimal traf Oldie Rayk Schröder. Oklitz war sauer: „Wir sprechen es in der Halbzeit an, dass wir keine unnötigen Dribblings mehr sehen wollen. Und dann resultieren genau daraus zwei Gegentore. Ich weiß nicht, ob die Jungs glauben, dass wir solche Sachen ansprechen, um die Pausenzeit auszufüllen.“

Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken zogen sich die Barther weit zurück und setzten auf Konter. Während diese erfolglos verpufften, verkürzte der PSV auf 2:4. Paul Sund traf nach einer Ecke (72.). Damit noch nicht genug: Nur fünf Minuten später erzielte Max Levien nach einem schönen Zuspiel von Mathias Hirschmüller das Tor zum 3:4.

Steven Oklitz war nun wieder milde gestimmt: „Nach dem 1:4 gegen den Tabellendritten kann man auch mal die Schultern hängen lassen. Meine Jungs haben aber bärenstark zurück ins Spiel gefunden.“ Die Partie stand nun auf des Messers Schneide, selbst als die Heimelf nach einem Foulspiel auf den verletzten Gero Leplow verzichten musste und die letzten Minuten in Unterzahl agierte. „Schade, dass wir uns nicht für die tolle Schlussphase belohnt haben“, meinte Oklitz.

Während die Barther durch den Sieg ihren dritten Tabellenplatz festigten, büßte der PSV zwei Plätze ein und belegt nun Rang sieben. SV Sturmvogel Lubmin – SV Rot-Weiß Trinwillershagen 0:5 (0:2). Der Tabellenzweite aus Trinwillershagen ist beim Vorletzten seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Trotz großer personeller Sorgen war Trainer Jürgen Hakelberg mit der spielerischen Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Wir haben eine gute Partie gezeigt. Alle Tore wurden durch uns herausgespielt. Das hat mir gefallen“, sagte der Coach. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerten sich die Gäste. „Und dann haben wir die Tore zu den richtigen Zeitpunkten erzielt“, sagte Hakelberg. Nach einem Doppelpack von Patrick Pohl ging es mit einer 2:0-Führung für die Gäste in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel machten die Rot-Weißen Druck. „Wir sind hohes Tempo gegangen. Am Ende hat uns dann etwas die Luft gefehlt. Aber da stand es dann schon 5:0“, kommentierte der Coach den weiteren Spielverlauf. Nick Deichmüller, Sven Siems und Brian Kozlowski hatten mit ihren Toren für die Entscheidung gesorgt. SG Wöpkendorf – Hohendorfer SV 3:0 (1:0). 20 gute Minuten reichten dem Aufsteiger, um gegen den Tabellenletzten einen Pflichtsieg einzufahren. Die Hohendorfer waren nur mit zehn Spielern bei der SGW angereist, versteckten sich aber keineswegs. Die Wöpkendorfer machten dagegen im ersten Durchgang viel zu wenig aus ihrer Überzahl. Der Führungstreffer der Hausherren fiel nach einem Standard. Sebastian Schult köpfte nach einer Ecke zum 1:0 ein (14.). Co-Trainer Mirko Brenndahl, der den verhinderten Sven Köpke an der Seitenlinie vertrat, monierte zur Pause: „Anstatt den Ball laufen zu lassen und das Spiel breit zu machen, rennen wir uns in der Mitte fest.“

Nach dem Wiederanpfiff agierten die Wöpkendorfer dann deutlich besser. So lief der Ball auch beim 2:0 über mehrere Stationen, ehe erneut Sebastian Schult aus acht Metern einschob (51.). Nach einem mustergültigen Konter machte Andreas Lewerenz dann schon frühzeitig alles klar (57.). In der Schlussphase verfielen die Gastgeber dann wieder in ihr altes Muster, so dass sie einen höheren Sieg verpassten.

Statistik

PSV Ribnitz-Damgarten: Falck – Waack (68. Praechter), Hansen, Leplow, Dudde (73. Haese), Todenhagen, Rurik, Sund, Hirschmüller, Möhwald (37. Demski), Levien.

SV Barth: Kuhn – Schinke, Lübs, Almousa (48. Lange), Klement, Zilian, Wallis, Kohls (80. Hamann), Reinholz, Schröder (90. Rotaug), Muschke.

Tore: 0:1 Almousa (15.), 1:1 Leplow (45.), 1:2 Muschke (48.), 1:3, 1:4 Schröder (65., 67.), 2:4 Sund (72.), 3:4 Levien (77.).

Schiedsrichter: Till Greve (Plate).

Zuschauer: 50 SV Rot-Weiß Trinwillershagen: Freund – Landt, Kozlowski, Blöhse, Siems, Rurik, Heuer, Deichmüller, Linow, Höhler, Pohl. Tore: 0:1, 0:2 Pohl (31., 45.), 0:3 Deichmüller (64.), 0:4 Siems (77.), 0:5 Kozlowski (84.). Schiedsrichter: Tobias Grzelka. Zuschauer: 37. SG Wöpkendorf: Kracht – Brock, Slomski, Müller, Priepke (68. Großmann), Rolle, Höntschke, Schult, Lange, Höhn (46. Lewerenz), Loske. Tore: 1:0, 2:0 Schult (14., 51.), 3:0 Lewerenz (57.). Schiedsrichter: Detlef Gollek (Klein Kussewitz). Zuschauer: 35.

Rainer Müller und Marco Schwarz

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