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Fussball regional Traktor Kirchdorf nimmt Pokalhürde Velgast
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20:01 04.11.2018
Heiner Marx (Traktor Kirchdorf) überspringt mit Ball den grätschenden Matthes Subat (Velgaster SV) im Kreispokalspiel Kirchdorf- Velgast 2:1 Quelle: Horst Schreiber
Sundhagen/Grimmen

Der SV Traktor Kirchdorf hat als Underdog dem favorisierten Velgaster SV im Achtelfinale des Kreispokals ein Bein gestellt. Der Kreisligist gewann gegen den Kreisoberligist mit 2:1 (1:0) und darf weiter vom Pokalsieg träumen. Kirchdorfs Trainer Sebastian Steinitz kurbelte ordentlich an der Rotationsmaschine und brachte gleich fünf neue Spieler in die Startelf im Vergleich zur Vorwoche beim 3:2-Sieg in Abtshagen. Beide Teams starteten mit breiter Brust ins Achtelfinale: Velgast war seit fünf Spielen ungeschlagen, Kirchdorf seit acht.

Die Heimelf erwischte den besseren Start und ging nach einem tollen Spielzug in der 30. Spielminute durch Youngster René Hahn mit 1:0 in Führung. Das machte Lust auf mehr, allerdings ohne dem Torschützen. Hahn musste mit Verdacht auf Gehirnerschüttung den Platz kurz nach seinem Treffer verlassen. Für ihn kam Maik Bookhahn in die Partie. Kirchdorf versteckte sich auch fortan nicht und stand defensiv gut geordnet. Velgast wurde zum Ende der ersten Halbzeit stärker und kam gelegentlich zu Torabschlüsse, die aber kein Problem darstellten. Mit einer knappen aber verdienten Führung ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang war Daniel Eichstädt ebenfalls nicht mehr dabei. Seine Rolle im defensiven Mittelfeld übernahm Robert Brüscke an der Seite von Heiner Marx. Velgast kam wach aus der Pause. Andreas Timm- Leibersperger war am gedankenschnellsten nach einem Schuss, der gegen den Pfosten kullerte und drückte den Ball über die Linie (47.).

Velgast erhöhte zwar den Druck auf die Kirchdorfer Hintermannschaft, diese hatte aber fast immer ein rettenes Bein dazwischen. Die Mannschaft um Kapitän Frank Lindorst kam gerade zum Ende der Partie noch zu Tormöglichkeiten. Die größte hatte Mittelfeldregisseur Jörn Füsting. Er scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Schlussmann Arne Exner. Doch dann die Überraschung: Alexander Wille köpfte das Leder nach einem Eckball in die Maschen (70.). Velgast war am Rande der Niederlage und damit fast aus dem Pokal.

Die letzten Minuten des Spiels waren hektisch und dramatisch zugleich. Velgast hatte die Möglichkeit zum Ausgleich, entweder scheiterten sie am eigenen Unvermögen oder der guten Defensive der Kirchdorfer. „Für die kommende Runde wünschen wir uns natürlich wieder ein Heimspiel. Zuhause können wir den ein oder anderen Gegner ärgern, egal ob Kreisoberliga oder Kreisliga“, sagte Erik Paeplow.

Grimmen II erneut ohne Mühe mit Insulanern

Ein paar Stunden später buchte auch die Verbandsliga-Reserve des Grimmener SV das Viertelfinalticket. Der GSV gewann das Duell mit der SG VfL Bergen II/SV Putbus mit 3:1. Bereits vor einer Woche deklassierten die Trebelstädter die Insulaner in der Liga mit 8:2.

Doch so einfach machten es die Gästen den Grimmener diesmal nicht. Die Insel-SG nahm einige GSV-Schlüsselspieler in konsequente Manndeckung und konnte das Spiel lange Zeit offen gestalten. Nach einer guten Viertelstunde verzeichnete Philipp Anders den ersten Torschuss für den GSV, verfehlte das Tor jedoch knapp. Zwei Minuten war die Heimelf erfolgreicher: Ein punktgenauer Diagonalball von Tobias Müller erreichte Jano Block, der gegen die Laufrichtung von SG-Keeper Lange zum 1:0 einköpfte. Die Gäste verteidigten weiter höchst diszipliniert. In der Folge waren es lediglich Distanzschüsse von Jörn Gau, Nico Wehlitz und Anders, die allerdings wenig Gefahr ausstrahlten.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich aber – unter Flutlicht – ein ansehlicheres Fußballspiel. Die SG wurde nun etwas offensiver und machte ihre Ambitionen deutlich, in Grimmen die Überraschung zu schaffen. Nach einer guten Stunde wurden sie dafür belohnt, als GSV-Verteidiger Jens Raabe im eigenen Sechzehner foulte, verwandelte Andreas Hantscher den fälligen Elfmeter zum 1:1.

Nur kurze Zeit später hätten die Gäste sogar in Führung gehen können, scheiterten aber mit einem Kopfball völlig freistehend. Als Reaktion auf diese Drangphase wechselte der GSV durch und brachte so neue Ideen ins eigene Spiel. Die Zeit von Gästekeeper Lange war nun angebrochen. Erst entschärfte er einen wuchtigen Schuss von Dominic Kroschwald, dann parierte er einen Flatterball von Erik Ohlrich sehenswert. Die Heimelf biss zunehmend auf Granit. In der 78. Spielminute marschierte der zuvor eingewechselte Andreas Dell auf die gegnerische Defensivreihe zu und lupfte das Spielgerät im richtigen Moment in den Sechzehner, wo Nico Wehlitz zum viel umjubelten 2:1 vollendete.

Der Druck entlud sich lautstark und der GSV setzte sofort nach, um hier nicht noch einmal in die Bredouille zu geraten. Kurz vor dem Schlusspfiff machte dann der Spielertrainer Marcel Max selbst den Sack zu. Nach Zuspiel von Block traf Max gezielt zum 3:1, was gleichwohl den Einzug in das Viertelfinal bedeutete. „Ein hartes Stück Arbeit für uns und ein großes Kompliment an unseren Gegner, der das heute extrem gut gemacht hat. Wir haben immer ans Weiterkommen geglaubt und uns dafür letztlich auch belohnt“, so Matchwinner Dell nach dem Spiel.

Horst Schreiber

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