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Fußball Große Sorge um Werder - Gedämpfter Jubel beim VfL
Sportbuzzer Fußball Große Sorge um Werder - Gedämpfter Jubel beim VfL
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09:36 22.04.2013
Der Torjubel beim VfL Wolfsburg fällt verhalten aus. Foto: Carmen Jaspersen
Bremen

Die an der Weser durch den deutlichen 3:0 (2:0)-Erfolg des VfL mehr denn je entfachten Existenzsorgen gingen allen spürbar an die Nieren. „Mit 3:0 hier in Bremen und dann mit dieser Stimmung hier - das lässt mich natürlich nicht in die Höhe hüpfen“, sagte Wolfsburgs Geschäftsführer Allofs, der selbst mit nun zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aller Sorgen ledig sein dürfte. „Wir sind jetzt bei 37 Punkten, damit ist das Thema Abstieg abgehakt“, befand Trainer Dieter Hecking treffend. Die Ex-Bremer sahen das zwar genauso, für sie war die Sache aber nicht so einfach.

Diego, der das 3:0 (66. Minute) per Foulelfmeter schoss und damit seinen früheren Club endgültig in die Sinnkrise beförderte, verzichtete schon auf dem Spielfeld auf überschwänglichen Jubel. Und Naldo, der vor dem Spiel freundlich begrüßt und offiziell von den Fans verabschiedet worden war, hatte seine Gedanken nach dem Schlusspfiff ganz bei seinem früheren Club, der weiter in Not schwebt. „Ich liebe Werder“, bekannte Wolfsburgs Bester und redete daher kaum über Wolfsburg, sondern in erster Linie über die Bremer: „Werder hat heute nicht so gut gespielt. Die müssen jetzt hart arbeiten. Ich drücke die Daumen.“

Auch Allofs schien der Erfolg fast peinlich zu sein. „Das Problem, das Werder hat, ist, dass der Druck zu Hause so groß ist“, analysierte Bremens Ex-Clubchef, der erst im vergangenen November die Seiten gewechselt hatte. Ein Problem, dass sein VfL am kommenden Samstag gegen Borussia Mönchengladbach nun nicht mehr hat. Da auch nach oben kaum noch etwas geht, könnte Wolfsburg die Saison nun locker ausklingen lassen. Doch davon will Allofs nichts wissen.

Für den Manager beginnt spätestens jetzt die Weichenstellung für eine erfolgreichere Zukunft. Der Mammutkader muss noch verkleinert werden. „Für uns zählt noch jedes Spiel. Wir wollen wirklich bis zum Schluss schauen, welche Spieler mit uns den Weg in Zukunft weiter gehen können“, sagte Allofs.

dpa