Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Meistertitel für den FC Bayern nur noch Mathematik

München Meistertitel für den FC Bayern nur noch Mathematik

Gratulationen zum 23. Meistertitel nahmen die Bayern auch nach dem Zittersieg gegen Düsseldorf noch keine an - dabei kann es jetzt schon Ostern so weit sein. 20 Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund, 21 auf Bayer Leverkusen - der Rathausbalkon muss jetzt schon mal gebucht werden.

Voriger Artikel
Schalke triumphiert erneut im Revierderby
Nächster Artikel
Sund-Volleyballer verlieren Landesduell

Dem FC Bayern ist der 23. Meistertitel kaum noch zu nehmen. Foto: Marc Müller

München. „Wir spielen weiter, und wenn es mathematisch feststeht, werden wir auch feiern. Aber so lange es das nicht ist, nehmen wir auch keine Glückwünsche entgegen“, betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem kuriosen 3:2 (1:1)-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf.

Kurz vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Arsenal stellte Rummenigge zufrieden eine weitere Facette im Münchner Fußball-Repertoire fest. „Möglicherweise hätten wir so ein Spiel im letzten Jahr nicht gewonnen. Das ist sicherlich auch eine Qualität, dass man trotzdem gewinnt, auch wenn es mal Schwierigkeiten gibt.“

Davon hatten die Münchner gegen den Aufsteiger mehr als erwartet. „Das war ein komisches Spiel. Ich glaube, dass wir in der letzten Saison dieses Spiel nicht gewonnen hätten, aber dieses Jahr passt einfach alles“, sagte auch Nationaltorwart Manuel Neuer und fand den 25. Bundesliga-Spieltag „mit Blick auf die anderen Ergebnisse doppelt schön“.

Seine Schalker nahmen dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund beim 2:1 die Zähler ab, Leverkusen patzte mit 0:1 in Mainz. Wenn beide Gegner weiter mitspielen, kann es bei noch 27 Zählern, die noch zu vergeben sind, schon am 30. März so weit sein. „Ich weiß nicht, ob es da noch ein bisschen frisch ist“, scherzte Toni Kroos auf die Frage, ob es nicht schön sei, schon dann auf dem Rathausbalkon zu stehen.

Trainer Jupp Heynckes war bei einer anderen Sache nicht zum Scherzen zumute. Eine zu seiner Überraschung medial platzierte Offerte Rummenigges, dass der scheidende Coach über das Saisonende hinaus in anderer Position weiter beim Fußball-Rekordmeister wirken könne, schlug dieser aus. „Vor einiger Zeit hat mein Verein, das ist Borussia Mönchengladbach, mir das Vize-Präsidentenamt angeboten. Da habe ich auch abgelehnt“, sagte der 67-Jährige. „Ich denke auch nicht, dass ich nach 50 Jahren als Spieler und Trainer irgendwo ein Funktionärsamt annehmen werde.“

Nachdem es schon bei der Verkündung der Verpflichtung von Pep Guardiola als Heynckes-Nachfolger Zwischengeräusche gegeben hatte, trat auch diesmal zumindest ein Kommunikationsdefizit zutage. „Ich habe das nur als Wertschätzung ihm gegenüber kundgetan“, erklärte Rummenigge nach dem Spiel. Der weitere Werdegang des 67-Jährigen sei „natürlich seine exklusiv alleinige Entscheidung“.

Dass die Diskussion in der Personalie Heynckes nicht größer wurde, war auch dem Siegtreffer (86. Minute) von Jérome Boateng zu verdanken. Mit seinem ersten Tor im 130. Bundesliga-Spiel erlöste er seine Mannschaft. „Ich freue mich riesig, es passt genau. Meine Kinder hatten gestern Geburtstag, mein Vater hat heute Geburtstag, denen widme ich das Tor“, erklärte der Nationalverteidiger nach dem verdienten Sieg. 75 zu 25 Prozent Ballbesitz, 12 zu 1 Ecken, 11 zu 2 Torschüsse - und doch kam die Fortuna einer Überraschung nahe.

Erst zum fünften Mal in dieser Saison gerieten die Münchner in Rückstand, zum zweiten Mal nach dem 6:1 gegen den VfB Stuttgart gab es noch einen Sieg. „Jetzt weiß ich wieder, wie ein Rückstand ist, aber jetzt reicht es auch wieder“, erklärte Thomas Müller und war wie alle beim Rekordmeister erleichtert. „Jedes verlorene Spiel hat einen beschissenen Sonntag zur Folge.“

Den sollten die Düsseldorfer trotz der Niederlage nicht haben. Die Führungstreffer von Mathis Bolly (16.) und Andreas Lambertz (71.) wurden durch Müller (45.) und Franck Ribéry (73.) ausgeglichen. Am Ende gab es daher nur Lob statt Punkte. „Wir waren ganz dicht davor, die Bayern nicht nur zu ärgern, sondern auch was Zählbares mitzunehmen“, sagte Coach Norbert Meier. „Bayern ist eine Mannschaft, die nicht nur in Deutschland Spitzenklasse hat, sondern auch europaweit ganz weit vorne zu finden ist.“ Den nächsten Beweis dieser Art wollen die Münchner am Mittwoch gegen Arsenal antreten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fußball
Die besten Wettquoten der Ostsee gibt es im Bundesliga-Quotenvergleich von SmartBets.