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Lokalsport GFC spielt im Oberliga-Duell bei der TSG Neustrelitz nur 1:1
Sportbuzzer Lokalsport GFC spielt im Oberliga-Duell bei der TSG Neustrelitz nur 1:1
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16:36 04.11.2018
Nick Lösel versucht dem Neustreltzer den Ball abzunehmen Quelle: Philipp Weickert
Greifswald

Am Freitagabend holten die Fußballer des Greifswalder FC nur einen Punkt in der Oberligapartie beim Regionalabsteiger TSG Neustrelitz. „Es sind zwei verschenkte Punkte“, sagt GFC-Coach Roland Kroos. „Wir waren das bessere Team und hatten die klareren Torchancen.“ Und dennoch hieß es nach 90 Minuten in einem hochklassigen Spiel „nur“ 1:1.

Charbel Chougourou, der 2015 für die TSG gespielt hatte, durfte von Anfang an ran: „Wir haben wirklich gut gespielt, aber am Ende fehlen uns zwei Zähler, die wir eigentlich verdient gehabt hätten“, so der 24-Jährige.

In der Partie war von Beginn an Feuer drin. Die Hausherren konnten in der Anfangsphase mit viel Ballbesitz dominieren, aber große Chancen blieben für die Neustrelitzer aus. Am gefährlichsten war da noch eine Flanke in den Fünfmeterraum, die GFC-Kapitän John Berger jedoch ohne große Probleme klärte. Danach spielte der GFC die gebotenen Räume besser aus und kam zu Chancen. Die erste Gelegenheit hatte Frank Rohde, der von Peterson Appiah bedient worden war. Er traf den Ball aber nicht richtig und brachte daher den Schuss nicht zielgerichtet auf das gegnerische Tor. Wenige Minuten später spielte Rohde Appiah frei, der den Keeper der TSG umkurvte und das leere Tor zwar sah, dann aber nur das Außennetz traf. „Der Winkel zum Tor war zu spitz“, entschuldigte sich Appiah.

Zwei Fernschüsse von GFC-Linksfuß Mike Bütterich verfehlten wenig später das TSG-Gehäuse nur ganz knapp. Mittlerweile wäre eine Führung der Greifswalder nicht unverdient gewesen. Doch dann leistete sich GFC-Keeper Martin Leu einen Fehler, den TSG-Stürmer Djibril N’Diaye ausnutzte und den Ball ins leere Tor einschoss. „Natürlich war es ein Torwartfehler, aber ich mache Martin überhaupt keinen Vorwurf. Martin ist ein klasse Keeper, der uns in dieser Saison schon viele Punkte gebracht hat“, sagte Kroos nach der Partie und stärkte seiner Nummer 1 im Tor den Rücken.

Nach dem dann doch überraschenden 1:0 hätten die TSG-Kicker den Sack wohl schon kurz nach der Pause zumachen können. Die komplette GFC-Defensive verschlief die Anfangsminuten und hatte Glück, dass Dmytro Pylypchuk den Ball freistehend aus knapp fünf Metern über das Tor schoss. Die GFC-Kicker fingen sich dann wieder und spielten den besten Angriff im Spiel, der dann auch zum Ausgleich führte.

Peterson Appiah hatte den Ball auf der rechten Außenbahn erobert, zog nach innen, spielte einen Doppelpass mit Arkadiusz Czarnecki und lief plötzlich allein auf TSG-Torhüter Junghan zu. Statt selbst den Torschuss zu wagen, legte Appiah uneigennützig für Rohde auf, der ganz locker ins leere Tor einschoss.

Nur zwei Minuten nach dem 1:1 tauchte GFC-Stürmer Appiah auf der linken Seite auf und wurde dann grob von Nils Röth von den Beinen geholt. Schiedsrichter Tobias Hagemann zögerte überhaupt nicht und zog „Rot“ für den Verteidiger. Die 305 Zuschauer tobten. „Für mich war die Entscheidung nicht nachvollziehbar“, sagte TSG-Trainer Tomasz Grzegorczyk. Ganz anders sah es sein Gegenüber: „Rot war schon gerechtfertigt. Am Ende musste Appiah verletzt runter und konnte nicht mehr weiter spielen.“ Für Appiah sieht es nicht gut aus. Röth hatte den schnellen GFC-Stürmer am Sprunggelenk getroffen. „Momentan wissen wir noch nicht, was es genau ist. Eine einfache Verletzung ist es aber bestimmt nicht“, sagt Kroos.

Es blieb bis zum Schlusspfiff hitzig. Neustrelitz stellte sich jetzt noch tiefer hinten rein, um den einen Punkt zu retten. Am Ende hielt die Verteidigung des Regionalliga-Absteigers auch stand, allerdings gab es noch eine Aktion, die dem GFC möglicherweise den Sieg gebracht hätte. Der eingewechselte Maxim Banaskiewicz nahm TSG-Kapitän Luksik im Strafraum den Ball ab. Der Neustrelitzer war überrascht war und brachte Banaskiewicz zu Boden. Das Schiedsrichterteam hatte diese Aktion aber anders gesehen. Es entschied auf Freistoß für die Gastgeber. Eine fragwürdige Entscheidung, die die GFC-Spieler bis zum Abpfiff nicht verstehen wollten. Dem Greifswalder „fehlen“ dadurch zwei Punkte, die den Abstand zu den beiden Spitzenteams Lichtenberg und Tennis Borussia natürlich vergrößern.

Greifswalder FC: LeuSelchow (34.Kröger), Berger, Lösel, Chougourou – Czarnecki, Bütterich, Miyazaki, Appiah (58.Olszar), Dos Santos (81.Banaskiewicz) – Rohde.

Tore: 1:0 Djibril N’Diaye (42.), 1:1 Frank Rohde (50.).

Philipp Weickert

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