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3:1 in Bielefeld: Energie wieder dran

Bielefeld 3:1 in Bielefeld: Energie wieder dran

Das Zweitliga-Schlusslicht aus Cottbus erzielt zwei Treffer in den letzten Minuten und findet wieder Anschluss. Arminia ist nun Vorletzter.

Bielefeld. Unter Coach Jörg Böhme blüht Energie Cottbus wieder auf und hat auch das Glück auf seiner Seite. Mit 3:1 (1:0) gewannen die Lausitzer gestern dank zweier später Treffer das Abstiegsduell bei Arminia Bielefeld und haben nach dem ersten Auswärtssieg der Saison wieder Relegationsplatz 16 im Blick.

„Charakter und Wille — das war heute das wichtigste“, sagte Boubacar Sanogo am Mikrofon von Sky. Mit zwei Toren hatte der Stürmer selbst großen Anteil daran, dass die Cottbuser immer mehr an den Klassenverbleib in der 2. Fußball-Bundesliga glauben können.

Vor 15 474 Zuschauern in der Schüco-Arena erzielten der 31-Jährige (33., 90.+2) und Stephan Salger (90., Eigentor) in einem in der Schlussphase turbulenten Spiel die Treffer für die Lausitzer. Kacper Przybylko traf für Bielefeld (80.). „Es war definitiv ein ganz wichtiger Sieg für uns“, erklärte der frühere Arminia-Profi Böhme nach seiner erfolgreichen Rückkehr nach Bielefeld. „Fußballerisch geht es sicherlich besser. Aber als Tabellenletzter zählen nur Punkte.“

Nach drei Siegen aus vier Partien unter Böhme bleiben die Cottbuser (23 Punkte) zwar weiter Tabellenletzter, aber nur noch zwei Zähler trennen sie nun von Dresden und Bielefeld (je 25) auf den Plätzen vor ihnen. „Er hat Ruhe gebracht und den Spielern wieder Vertrauen gegeben. Alles läuft gut“, lobte Sanogo seinen Coach. „Wir sind wieder dran.“ Schon am Mittwoch empfangen die Cottbuser 1860 München. Verteidiger Buljat und Offensivspieler Jendrisek fehlen dann allerdings nach ihrer jeweils fünften Gelben Karte.

In einem typischen Kampfspiel zwischen den beiden Abstiegskandidaten gab es wenig Torchancen. Sanogo nutzte eine der seltenen Möglichkeiten. Ein Freistoß von Stiven Rivic wurde abgefälscht und prallte an den Pfosten (15.).

In der zweiten Halbzeit spielte Bielefeld nach der Gelb-Roten Karte gegen Jan Fießer (57.) eine gute halbe Stunde in Unterzahl und kam dennoch zum Ausgleich. In den letzten Minuten hatten die Cottbuser Dusel. Einen Schuss von Stiepermann wehrte Arminia-Torhüter Stefan Ortega auf seinen Verteidiger Salger ab — von ihm aus trudelte der Ball ins Tor. Energie- Coach Böhme ballte die Fäuste und grinste. Salger hingegen klagte: „Das ist Fußball brutal.“

 



OZ

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