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Sportmix Abstiegsdrama: Noch zittert die halbe 3. Liga
Sportbuzzer Sportmix Abstiegsdrama: Noch zittert die halbe 3. Liga
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00:01 28.04.2016
Zum Haareraufen hatten die Hansa-Profis, hier Maximilian Ahlschwede, zuletzt wenig Grund. Am Ziel sind sie aber noch nicht. Quelle: NOA/objectivo

Jeden Spieltag dasselbe: „Brutal eng“, „nervenaufreibend“ und „spannend bis zum Schluss“ — so oder ähnlich kommentieren die Trainer der betroffenen Fußball- Drittligisten allwöchentlich die Situation im Abstiegs-Krimi. Der Kampf um den Klassenverbleib ist in diesem Jahr dramatisch wie nie. Drei Runden vor Schluss zittert noch die halbe Liga. Am Wochenende können sich weitere Teams aus der Krisenregion verabschieden, darunter mit einem Sieg auch der FC Hansa. Am Tabellenende kann beim VfB Stuttgart II die erste Abstiegs-Entscheidung fallen.

Seit Wiedereinführung der 3. Liga 2008 galt die Grundregel: Noch nie ist eine Mannschaft mit mehr als 40 Punkten abgestiegen. Nun könnte es erstmals soweit sein. In den restlichen drei Spielen sind noch neun Punkte zu vergeben.

Trainer Tomislav Stipic von den Stuttgarter Kickers (16./40 Punkte) glaubt: „Wir brauchen noch einen Sieg für den Klassenerhalt.“ Diese 43 Zähler hat der FC Hansa (13.) bereits auf dem Konto — trotzdem wird Chefcoach Christian Brand nicht müde zu betonen: „Wir sind noch nicht durch. Wir müssen wachsam bleiben.“ Und der frühere FCH- Trainer Peter Vollmann hat für den VfR Aalen (15./41) 45 Punkte als Ziel ausgegeben, um ganz auf Nummer sicher zu gehen.

Bei den Kellerkindern möchte man sich dagegen auf keine Zahlenspiele einlassen. Walter Thomae vom abgeschlagenen Schlusslicht Stuttgart II sagt: „Wir fangen überhaupt nicht an zu rechnen.“ Als „Notausgang“ für den Klassenerhalt hat der VfB eine mögliche Lizenzverweigerung für andere Klubs im Hinterkopf. Dann würden auch die Ränge 18 oder 19 reichen. „Es ist unsere Aufgabe, den dritt- oder zweitletzten Platz anzupeilen“, so Sportchef Rainer Adrion.

Auf solche Gedankenspiele lässt sich Claus-Dieter Wollitz gar nicht erst ein. Nach dem 0:5 bei seinem Debüt gegen Großaspach stand der neue Coach von Energie Cottbus (17./38) noch unter „Schockstarre“. „Alle Spiele sind jetzt Sekt oder Selters. Die Rasierklinge ist nochmal schärfer geworden. Schaffen wir es, diese Rasierklinge stumpf zu machen?“, fragte Wollitz. Vor einer Woche (1:0 bei Stuttgart II) gelang es den Lausitzern — mit ihrer jüngsten Mannschaft in der 3. Liga. Im Einsatz waren auch zwei 19- und drei 18-Jährige. Auf Energie warten nun noch zwei Spiele im eigenen Stadion — für das schlechteste Heimteam (15 Punkte aus 17 Spielen) eine Herausforderung. Wollitz weiß: „In den Heimspielen hängen wir hinterher.“

Der (Abstiegs-)Trend spricht aber gegen andere: Die wenigsten Punkte in den letzten sechs Spielen fuhren die zweiten Mannschaften von Mainz (kein Sieg), Stuttgart (1) und Bremen (1) ein.

VfR Aalen15./30:33/41

Mainz 05 II (H)

Hallescher FC (A)

Werder Bremen II (H)

Hallescher FC11. Pl./44:43 T./45 P.

Stuttgarter Kickers (A)

VfR Aalen (H)

FC Hansa Rostock (A)

FC Hansa Rostock13./36:42/43

Rot-Weiß Erfurt (H)

Mainz 05 II (A)

Hallescher FC (H)

Holstein Kiel12./42:43/44

VfB Stuttgart II (H)

Würzburger Kickers (A)

Rot-Weiß Erfurt (H)

Stuttgarter Kickers16./37:50/40

Hallescher FC (H)

Werder Bremen II (A)

Chemnitzer FC (H)

Mainz 05 II14./39:42/42

VfR Aalen (A)

FC Hansa Rostock (H)

Energie Cottbus (A)

Energie Cottbus17./28:47/38

Würzburger Kickers (H)

Rot-Weiß Erfurt (A)

Mainz 05 II (H)

Wehen Wiesbaden19./31:45/37

Preußen Münster (H)

Sonn. Großaspach (A)

VfB Stuttgart II (H)

Werder Bremen II18./38:52/37

VfL Osnabrück (A)

Stuttgarter Kickers (H)

VfR Aalen (A)

VfB Stuttgart II20./37:58/31

Holstein Kiel (A)

1. FC Magdeburg (H)

Wehen Wiesbaden (A)

Von Kai Rehberg

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