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Achterbahnfahrt des Hamburger SV geht weiter

Stuttgart Achterbahnfahrt des Hamburger SV geht weiter

zog durch 1:0 im Kellerduell an den Hanseaten vorbei. Deren Auswärtsschwäche hält auch unter Slomka an. Am Mittwoch folgt gegen Freiburg das nächste Abstiegsduell.

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Mit dieser Szene haderte der HSV im Nachhinein: Schiedsrichter Felix Brych zeigt Hakan Calhanoglu (3.v.l.) die Gelb-Rote Karte.

Quelle: dpa

Stuttgart. Die Profis des Hamburger SV fühlen sich wie auf einer Achterbahn. Die ungetrübte Zuversicht, in der Bundesliga zu bleiben, reichte gerade sechs Tage. Jetzt herrscht wieder Angst. Das 0:1 beim VfB Stuttgart in einer erschreckend schwachen Partie hat die Hamburger zurück in die direkte Abstiegszone geworfen. Am vergangenen Sonntag hatte nach dem 2:1 über den 1. FC Nürnberg mit Sprung auf Platz 14 noch Optimismus geherrscht.

„Wir richten den Fokus auf Mittwoch, um Punkte gegen Freiburg zu erringen“, sagt Trainer Mirko Slomka, um erst gar keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen. Seine Profis sahen das Resultat als ungerecht an. „Es war eine bittere Niederlage, da wir klar die bessere Mannschaft waren“, meinte Abwehrspieler Heiko Westermann, der das Tor durch einen Fehler einleitete. Auch Nationaltorhüter René

Adler war sauer: „In der ersten Halbzeit hat nur eine Mannschaft gespielt, und das waren wir.“

Dennoch war das Niveau erschütternd. Im Abstiegskrampf fanden beide Teams keine Linie. Kaum Kombinationen, keine Kreativität, nicht einmal richtige Kampfbereitschaft. Es schien, als ob sie die drohende Abstiegsgefahr völlig lähmen würde. Selbst die einfachsten Sachen aus dem Fußball-Abc überforderten die gleichermaßen konfus agierenden Stuttgarter und Hamburger. „Es waren gute Momente dabei, aber auch Momente, da war es Kreisliga“, meinte VfB-Trainer Huub Stevens zum Geschehen.

Die Hamburger sahen im Platzverweis an Hakan Calhanoglu (53. Minute) den Grund für die Niederlage. Der türkische Nationalspieler kassierte wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. „So eine Situation entscheidet das Spiel“, klagte Adler. Slomka hätte sich mehr Fingerspitzengefühl von Schiedsrichter Felix Brych gewünscht: „Da hätte eine Ermahnung gereicht.“

Die Auswärtsschwäche der Hamburger hält auch unter Slomka an. Sein Team hatte zuletzt am 27. Oktober 2013 mit 3:0 in Freiburg gesiegt. „Vorn haben wir in letzter Zeit nicht gerade geglänzt mit Torgefahr“, meinte Slomka, der das erneute Fehlen seines gefährlichsten Stürmers beklagte. Pierre-Michel Lasogga war wegen einer Muskelverhärtung zu Hause geblieben. In der Hinrunde war der HSV mit 33 Toren eine der treffsichersten Mannschaften. In der Rückrunde gehört er mit acht Treffern zu den schwächsten Teams.

Die Stuttgarter, die vor dem Spiel Vorletzter waren und jetzt auf dem 15. Platz vor dem HSV stehen, konnten den Sieg kaum glauben. „Unfassbar, unbeschreiblich eigentlich“, jubelte Kapitän Christian Gentner. Verteidiger Daniel Schwaab seufzte befreit auf: „Uns ist eine extreme Last von den Schultern gefallen.“ Für den VfB war es der erste Erfolg nach einer Serie von zehn Spielen ohne Sieg. „Wir haben jetzt noch acht Endspiele“, meinte Trainer Stevens.

Joker des Tages: Alexandru Maxim
Solche „Bank-Angestellten“ mag jeder Chef und genau so einen hätten sie beim Hamburger SV gebraucht: In der 64. Minute wechselte der neue VfB-Coach Huub Stevens Alexandru Maxim ein. Fünf Minuten später machte der Rumäne das 1:0 gegen den HSV. Maxim? Da war doch noch was. Richtig: Am 2. März semmelte er gegen Frankfurt beim Stand von 1:0 für den VfB aus fünf Metern am leeren Tor vorbei. Stuttgart verlor noch 1:2 — eine Woche später musste Trainer Thomas Schneider gehen.

 



Elmar Dreher und Franko Koitzsch

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