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Sportmix Aus für Titelverteidigerin Siegemund in Stuttgart
Sportbuzzer Sportmix Aus für Titelverteidigerin Siegemund in Stuttgart
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09:24 01.05.2018
Laura Siegemund scheitert im Achtelfinale von Stuttgart an der Coco Vandeweghe aus den USA. Quelle: Marijan Murat
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Stuttgart

Titelverteidigerin Laura Siegemund haderte mit ihrem Achtelfinal-Aus, nicht aber mit ihrem Auftreten. Mit dem 4:6, 6:4, 3:6 gegen die US-Open-Halbfinalistin Coco Vandeweghe scheiterte die 30-Jährige beim Stuttgarter Tennis-Turnier aber früh.

Nach ihrem Kreuzbandriss kehrte die Metzingerin aber erst Mitte März ins Turniergeschehen zurück und darf ihre Leistung in ihrer schwäbischen Heimat als Schritt nach vorne werten. „Im ersten Moment bin ich wahnsinnig enttäuscht. Aber wenn ich schaue, wo ich herkomme, muss ich wirklich bombig zufrieden sein“, sagte Siegemund.

In der Zweitrundenpartie machte die Metzingerin zu viele Fehler, um die favorisierte US-Amerikanerin bezwingen zu können. „Es hat so Spaß gemacht vor den Leuten zu spielen, ich hätte gern noch ein Match gespielt und noch eins“, sagte Siegemund.

Statt der Lokalmatadorin kämpft nun Vandeweghe gegen die Weltranglisten-Erste Simona Halep aus Rumänien um den Einzug ins Halbfinale. Angelique Kerber, Stuttgart-Siegerin von 2015 und 2016, hatte am Abend als letzte verbliebene Deutsche gegen die Estin Anett Kontaveit die Chance auf das Erreichen des Viertelfinals. Die Siegerin des Turniers gewinnt 113.060 Euro und einen Sportwagen.

Zu Beginn war Siegemund gegen Vandeweghe die bessere Spielerin. Variantenreich störte die Metzingerin den Rhythmus der Kontrahentin, und hatte einen Vorteil, sobald es auf dem schnellen Sand zu längeren Ballwechseln kam. Dann allerdings schenkte die Finalistin von 2016 Vandeweghe mit vier unerzwungenen Fehlern das Spiel zum 3:3, der erste Satz drehte sich zugunsten der Nummer 16 der Welt.

Die Konstanz fehlt noch in ihrem Spiel. Willenstark sicherte sich Siegemund zwar den zweiten Satz, im entscheidenden Durchgang erwies sich jedoch ein schnelles 0:3 als zu große Bürde. Nach 2:27 Stunden beendete Vandeweghe die Partie. „Hinten raus bin ich immer besser geworden“, sagte Siegemund. „Ich denke, das Ausschlaggebende war, dass sie in wichtigen Momenten besser aufgeschlagen hat.“

Wegen ihrer langen Verletzungspause ist Siegemund auf Weltranglistenplatz 100 abgerutscht. Nur dank einer Wildcard war sie ins Hauptfeld mit acht von zehn Top-Ten-Spielerinnen gerückt.

Elf Monate nach dem folgenschweren Schritt in Nürnberg und dem Schock der schweren Knieverletzung war die Überraschungsgewinnerin von 2017 ohne zu große Erwartungen bei ihrem Heim-Turnier angetreten. Sie könne nicht rausgehen und spielen, als wäre sie nie weggewesen, hatte sie schon vor dem Auftakt gesagt. Schon mit dem Sieg gegen die Weltranglisten-26. Barbora Strycova aus Tschechien hatte Siegemund beeindruckt. Vandeweghe hatte zum Auftakt ihrer Landsfrau Sloane Stephens, US-Open-Siegerin von 2017, beim 6:1, 6:0 keine Chance gelassen.

dpa

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