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Basketball Seawolves schlagen Schalke nach Overtime
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11:24 21.01.2019
Terrell Harris (r.) erzielte gegen den FC Schalke 23 Punkte und war damit bester Werfer der Seawolves. Quelle: Gunnar Rosenow
Rostock

Als am Sonnabendabend zwei Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zwischen den Basketballern der Rostock Seawolves und dem FC Schalke 04 Yannick Anzuluni an den Ball kommt, stockt den 3336 Zuschauern in der Stadthalle der Atem. Beim Stand von 81:82 visiert der Kanadier in Diensten der Gastgeber jenseits der Drei-Punkte-Linie den Korb an und wirft. Der Ball ist für die Zuschauer gefühlt eine Ewigkeit unterwegs. Doch als er dann in der Mitte des Ringes landet, flippen die Fans förmlich aus, reißen ihre Arme jubelnd in die ­Höhe.

Anzuluni springt vor Freude an der Seitenlinie entlang, feiert stürmisch und ausgelassen zusammen mit den Fans den siegbringenden Korb. Die Seawolves gewinnen 84:82 (36:40). Es war bereits der fünfte Erfolg in Serie und der dritte nacheinander in der Stadthalle. Die Ostseestädter bleiben auf Platz drei in der zweiten Liga und haben mittlerweile sechs Punkte Vorsprung auf die Artland Dragons, die den ersten Nicht-Play-off-Platz belegen.

Anzuluni konnte sein Glück kaum glauben. „Das sind die Momente, für die man Basketball spielt. Ich wusste, dass ich treffen musste und hatte ein richtig gutes Gefühl. Wie die Fans danach gefeiert haben, war unbeschreiblich“, sagte der 31-Jährige. Sein Teamkollege und Kapitän Jordan Talbert gab ihm Recht. „Solche Siege machen richtig Spaß. Wir hatten unsere Schwierigkeiten. Aber ein Sieg ist ein Sieg. Den haben wir uns hart erarbeitet“, betonte der US-Amerikaner.

Das erfreuliche Ende für die Ostseestädter entschädigte die Fans für ein von technischen Fehlern und Ballverlusten geprägtes Spiel. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (22:22) setzten sich die Seawolves mit drei Korberfolgen in Serie zwischenzeitlich auf 28:22 ab. Doch im Anschluss stotterte der Motor der Seewölfe gewaltig. Schalke nutzte die Unzulänglichkeiten der Hausherren, drehte das Spiel und führte zur Halbzeit mit vier Zählern.

Die Hoffnung der Fans auf Besserung nach dem Seitenwechsel wurden nur spärlich erfüllt. Zwar eroberten sich die Seawolves die Führung wieder zurück (55:53/30.), doch beide Teams agierten phasenweise hektisch und unkonzentriert. Das sollte sich auch im letzten Viertel nicht ändern. Und fast hätte sich das für die Seawolves gerächt. Vier Minuten vor dem Ende führten sie gegen tapfere, aber nicht hochklassig agierende Gäste mit vier Punkten (63:59), vertändelten den Vorsprung aber leichtfertig. Schalke wäre fast zum Nutznießer geworden, lag 90 Sekunden vor Schluss mit vier Punkten (70:66) vorn. Doch die Rostocker bewahrten die Ruhe und retteten sich in die Verlängerung.

Dort spiegelte sich der Spielverlauf noch einmal wieder. Schalke war kurz vor dem Ende einer Überraschung nahe, hatte den Sieg schon in den Händen. Doch Yannick Anzuluni sicherte seinen Seawolves mit seinem Dreier in letzter Sekunde den Erfolg.

Am kommenden Sonnabend (Anpfiff (19.30 Uhr) wollen die Seawolves erneut ihre Auswärtsstärke unter Beweis stellen. Sie reisen zu den Nürnberg Falcons und wollen bei den Franken den achten Sieg in der Fremde holen. Seawolves: Harris 23 Punkte/2 Rebounds, Cardenas 12/6, Bogdanov 11/1, Clay 9/6, Anzuluni 8/8, Hicks 7/2, Alte 7/8, Frazier 5/0, Talbert 2/1.

René Warning

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