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Ulms Günther nach Leidenszeit in alter Form

«Eine Träne verdrückt» Ulms Günther nach Leidenszeit in alter Form

Per Günther ist zurück. Erstmals nach einer Nackenverletzung präsentiert sich Ulms Publikumsliebling wieder in alter Form. Der Aufbauspieler führt sein Team zum Playoff-Erfolg über Ludwigsburg. Wie Ulm braucht auch der FC Bayern noch einen Sieg für die nächste Runde.

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Per Günther führte sein Team mit 21 Punkten zum Sieg.

Quelle: Marius Becker

Neu-Ulm. Schon während seiner überraschenden Gala nach langer Leidenszeit wurde Per Günther emotional. Beim 87:76 von ratiopharm Ulm gegen die MHP Riesen Ludwigsburg im Playoff-Viertelfinale habe er im zweiten Viertel „eine Träne verdrückt“, berichte der 65-malige Basketball-Nationalspieler.

„Weil ich so froh war, dass sich mein Körper und Gehirn wieder gesund angefühlt haben.“ Mit 21 Punkten und fünf getroffenen Dreipunktwürfen führte der Aufbauspieler die Ulmer zur 2:1-Führung in der Serie. Das beste Team der Hauptrunde braucht wie der FC Bayern nach dessen mühevollem 80:73 über ALBA Berlin noch einen Sieg für den Einzug ins Halbfinale.

Erstmals seit Anfang Dezember kam Günther wieder auf eine zweistellige Punkteausbeute - im vergangenen halben Jahr wurde er von den Auswirkungen einer langwierigen Nackenverletzung beeinträchtigt. „Ich bin zurecht erleichtert“, bekannte der 29-Jährige bei „Telekom Basketball“ und sprach über „eine seltsame Geschichte“. „Ich habe heute nicht viele schlaue Worte.“

Noch während des Interviews nach dem Spiel feierten die Ulmer Fans ihren Publikumsliebling mit „Per Günther“-Sprechchören. „Auch wenn Per in den letzten Partien etwas weniger gepunktet hat - ich hatte nie weniger Vertrauen in ihn“, betonte Coach Thorsten Leibenath. „Per Günther ist zurück in der Serie“, lobte auch Ludwigsburgs-Trainer John Patrick. „Er hat ein super Spiel abgeliefert und wir hatten große Probleme, ihn zu kontrollieren.“

Nachdem die Ulmer den Auftakt gegen Ludwigsburg noch sensationell verloren hatten, liegt das Top-Team der regulären Saison nun wieder klar auf Halbfinal-Kurs. Auch der FC Bayern hat den Heimvorteil in der Serie gegen ALBA auf seiner Seite, tat sich aber nach der überraschenden Niederlage in Berlin auch vor eigenem Publikum schwer.

Nur dank eines 10:0-Laufs zum Spielende sicherten sich die Münchner den zweiten Sieg. „Alba hat gleich da weitergemacht, wo sie beim letzten Spiel aufgehört haben“, lobte Bayern-Coach Sasa Djordjevic und sagte mit Blick auf das nächste Duell am Dienstagabend: „Spiel vier wird nun nicht weniger fordernd werden.“ Vladimir Lucic (14) und Bryce Taylor (13) trafen für die Gastgeber am besten. Elmedin Kikanovic (12) war Top-Scorer bei ALBA.

dpa

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