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Bayerns kleiner Franzose will Europas Größter sein

München/Monte Carlo Bayerns kleiner Franzose will Europas Größter sein

Franck Ribéry hat gute Chancen, bei der Wahl zum besten Fußballer des Kontinents Messi und Ronaldo auszustechen.

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Eine Klasse für sich: der Franzose Franck Ribéry.

Quelle: actionpress

München. Franck Ribéry spricht von einem „großen Traum“, und zumindest die Experten sind sich einig: Es kann nur einen geben! Wenn heute im Grimaldi Forum in Monte Carlo der „Uefa Best Player in Europe“ gewählt wird, soll der kleine Franzose endlich der Größte werden. Dass die Konkurrenz für den Mittelfeldspieler von Triple-Sieger Bayern München mit dem viermaligen Weltfußballer Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo von Real Madrid groß ist, soll da keine Rolle spielen. „Es ist überhaupt keine Frage, dass Franck das dieses Jahr verdient hat. Es kann nur ihn als Sieger geben“, sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß der „Sport Bild“. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lobte Ribéry nach dessen Tor im Derby gegen den 1. FC Nürnberg als „extraklasse“ und betonte: „Es wäre schön, wenn das nicht mehr nur deutschlandweit, sondern auch europaweit so gesehen werden würde.“

Und der Zuspruch kommt nicht nur aus den eigenen Reihen. Ribéry habe in der Triple-Saison „den Idealzustand oft erreicht“, lobte Bundestrainer Joachim Löw im Magazin „

11Freunde“: „Er ist ein Spieler, für den man gerne ins Stadion kommt, weil er uns alle zu verblüffen vermag.“ Fifa-Boss Sepp Blatter meinte: „Ich würde für ihn stimmen. Er ist fußballerisch eine Kanone.“ Und Frankreichs Fußballlegende Zinedine Zidane, immerhin Co-Trainer bei Ronaldo-Klub Real, würdigte die „überragende Saison“ seines Landsmanns.

Vor allem das Triple spricht wohl für den 30-Jährigen. „Ich habe alles getan, individuell und mit der Mannschaft“, sagte Ribéry über seine Aussichten. Sein Weg aus dem „Nirgendwo“, wie er selbst das „schwierige Viertel“ in seiner nordfranzösischen Heimatstadt Boulogne-sur-Mer nennt, kommt Ribéry dabei selbst wie ein Märchen vor. „Unglaublich“ nannte er ihn im „kicker“.

Viele Höhen, aber auch viele Tiefen hat er dabei durchlebt. Erst mit 21 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag (beim FC Metz). Zuvor verdingte er sich nebenbei auch als Bauarbeiter, weil er vom Fußball nicht leben konnte. Ribéry kickte in nur drei Jahren bei drei Klubs, ehe er 2007 in München landete. „Franck ist ein Nomade, der in München sesshaft geworden ist“, sagte Hoeneß jetzt. Doch das dauerte. Zweimal stand Ribéry dicht vor dem Absprung. Und immer wieder träumte er von Barcelona, Madrid oder Chelsea, weil er glaubte, die Champions League nur dort gewinnen und sich den Traum von einer individuellen Ehrung so erfüllen zu können. 2008, als Ronaldo den damals noch „Ballon d‘or“ genannten Preis gewann, wurde Ribéry 16. Der Titel des deutschen „Fußballers des Jahres“

tröstete kaum. In Europa schaffte er es nie in die Top ten. Messi und Ronaldo dagegen sind Dauergäste auf dem Podium.

TV: 18.00 Uhr, Eurosport und Sky

 

OZ

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