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Bundesliga entscheidet heute über Torlinientechnik

Frankfurt/Main Bundesliga entscheidet heute über Torlinientechnik

Ausgang des Votums offen. Neue Ticketbörse geplant.

Frankfurt. Stefan Kießling wird heute nicht dabei sein, wenn der deutsche Profi-Fußball voraussichtlich die große Revolution beschließt, die der Torjäger von Bayer Leverkusen überhaupt erst so richtig in Gang gebracht hatte. Die Mitgliederversammlung der 36 Klubs des Ligaverbandes stimmt in Frankfurt/Main über die Einführung einer Torlinientechnik ab — schon ab der nächsten Saison könnte ein Computer über Tor oder Nicht-Tor entscheiden. Phantomtreffer wie Kießlings 2:0 am 18. Oktober 2013 in Sinsheim, als der Stürmer den Ball durch ein Loch im Außennetz ins Tor köpfte, würden endgültig der Vergangenheit angehören.

Ganz so klar, wie die Diskussionen um das Phantomtor von Sinsheim vermuten lassen, wird das Votum der Klubs allerdings nichts ausfallen. Abgestimmt wird getrennt nach Ligen, wobei eine Zweidrittel-Mehrheit nötig ist. Wie bei einer Entscheidung für die Technik mit dem DFB-Pokal verfahren wird, ist noch völlig offen. Innerhalb der Ligen wird zudem hitzig über Kosten und Nutzen der Systeme diskutiert. „Ich bin eher skeptisch“, sagte Heribert Bruchhagen, Vorstandsmitglied des Ligaverbandes und Vorstandsboss des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. „Wir sind sehr unentschlossen. Wie die Entscheidung ausfallen wird, ist schwer zu sagen.“ Kosten, verbleibende Risiken und genaue Einsatzfelder müssten „genau abgewogen“ werden.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) lehnt die technische Hilfe für die großen Klubwettbewerbe bislang strikt ab. Vom Weltverband Fifa sind bislang vier Systeme lizenziert: Zwei basieren auf Hochgeschwindigkeitskameras, zwei auf der Ballerkennung mittels Magnetfeld.

Außerdem will die Mitgliederversammlung die Einführung eines zentralen Zweitmarkt-Ticketsystems beschließen. Laut dem „Spiegel“ möchte die Liga künftig eine eigene Online-Plattform anbieten, die den Tausch und die Weitergabe von Karten zwischen Fans legalisiert und vereinfacht. Das Ticketangebot soll nur zum Originalpreis möglich sein.

 



OZ

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