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Chancenfestival: Hansa schlägt sich selbst

FC Hansa Rostock 0:1 SpVgg Unterhaching Chancenfestival: Hansa schlägt sich selbst

Tormöglichkeiten ohne Ende, aber die Rostocker standen gegen die bis dahin sieglosen Hachinger schließlich mit leeren Händen da.

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Hochbetrieb im Strafraum der Unterhachinger: Der starke Torwart Korbinian Müller klärt vor Hansa-Verteidiger Alexandre Mendy.

Quelle: Rainer Schulz

Rostock. Steven Ruprecht verstand die Welt nicht mehr. „Ich habe selten ein Spiel erlebt, das so deutlich für uns gelaufen ist. Wir waren die klar bessere Mannschaft. Unterhaching hätte vier, fünf Stück bekommen müssen und hätte sich dann noch bedanken können“, redete sich Hansas Innenverteidiger nach der unnötigen 0:1 (0:1)-Niederlage gegen die bis dahin sieglosen Rand-Münchner in Rage. „Wir haben die Chancen, die machen das Tor — ungerechter geht‘s gar nicht!“ Unterhaching wird für Hansa langsam zum roten Tuch. Auch das vorangegangene Duell in Rostock hatten die Norddeutschen am 8. Dezember mit 0:1 verloren — es war bis Sonnabend Hachings letzter Auswärtssieg.

Es war ein Festival der vergebenen Torchancen in einem Spiel, das die Gastgeber über weite Strecken klar dominierten. „Wir haben im Abschluss nicht das umgesetzt, was das Spiel hergegeben hat“, haderte Andreas Bergmann mit den vielen vergebenen Möglichkeiten: „Auf meinem Zettel sind vier Hundertprozentige, die man einfach nur noch reinmachen muss.“

Die erste Notiz machte sich der Hansa-Trainer schon nach vier Minuten, als Halil Savran den Ball erkoberte und David Blacha in Szene setzte. Doch der Flügelflitzer, der in dieser Saison schon drei Mal erfolgreich war, lupfte den Ball völlig freistehend über das Tor. „Wir waren sehr schnell im Spiel, und haben nicht so wie sonst stundenlang bis zur ersten Chance gebraucht“, meinte Kapitän Sebastian Pelzer.

Doch das Tor gelang den Gästen: Nach ihrem ersten nennenswerten Konter nutzte Florian Bichler Abstimmungsprobleme zwischen Alexandre Mendy und Ruprecht zur Führung. Julian Jakobs hätte die Verhältnisse schnell wieder zurechtrücken können, doch ihm versagten aus kurzer Distanz die Nerven (8.). In dieser Phase taten sich große Lücken in der Hansa-Abwehr auf; der zurückgeeilte Savran vereitelte das 0:2, als er einen Kopfball von Alexander Hack kurz vor der Linie abwehrte (10.).

Doch die Rostocker fingen sich schnell. „Die Mannschaft ist nach dem Rückstand wieder nicht eingeknickt, hat viel investiert und mit großer Leidenschaft weitergespielt“, stellte Bergmann fest. Doch die Abschlussschwäche zog sich wie ein roter Faden durch die einseitige Partie: Leonhard Haas (21., 23.), Johan Plat (31., 75.), Savran (37., 39.), Jakobs (50.) und Mendy (74.) brachten den Ball nicht am starken Gästekeeper Korbinian Müller vorbei, der mit dem Kopfball von Tommy Grupe auch die letzte Großchance des am Ende hitzigen Duells parierte (85.). „Den hat er unfassbar sensationell rausgeholt“, urteilte Bergmann nach seiner ersten Pflichtspielniederlage als Hansa-Trainer: „Die Mannschaft hat alles abgerufen, sich aber leider nicht belohnt. Das wurmt mich richtig.“ Nach einem Tag „Wundenlecken“ gelte die „volle Konzentration“ ab Dienstag dem Spiel in Heidenheim.

Auch dort werde man als geschlossene Einheit auftreten, kündigte Steven Ruprecht an: „Das macht uns stark.“ Die 10 400 Zuschauer im Stadion sahen es ähnlich und verabschiedeten die unglücklichen Verlierer mit Applaus.

Statistik
Rostock: Brinkies - Mendy, Ruprecht, Pelzer, Radjabali-Fardi - Jakobs (63. Ioannidis), Haas , Pekovic (58. Grupe), Blacha (79. Weidlich) - Plat, Savran.

Unterhaching: Müller - Killer (56. Hingerl), Moll, Hack, Götze - Welzmüller, Haberer - Kauffmann (56. Steinherr), Bichler (73. Dittrich) - Voglsammer, Duhnke.

Tor: 0:1 Bichler (7.). Gelbe Karten: Radjabali-Fardi, Pekovic, Safran / Müller, Götze, Kauffmann. SR: Reichel (Stuttgart). Zuschauer: 10.400.

 

Sönke Fröbe

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