Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sportmix Dämpfer für Bayerns B-Elf
Sportbuzzer Sportmix Dämpfer für Bayerns B-Elf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:43 28.08.2013
Der Freiburger Torhüter Oliver Baumann, der seine Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel hielt, stoppt den Münchner Thomas Müller. Quelle: Fishing 4
Freiburg

Vor der ersten großen Kür in dieser Saison ist der FC Bayern München über die Pflichtaufgabe beim SC Freiburg gestolpert. Drei Tage vor dem Supercup-Finale gegen den FC Chelsea kam der Triple-Gewinner mit einer besseren B-Elf gestern in einer vorgezogenen Begegnung des vierten Spieltages nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und musste die erste große Enttäuschung hinnehmen. Der Sprung an die Tabellenspitze dürfte für die Elf von Pep Guardiola nur ein schwacher Trost gewesen sein, gab sie doch nach drei Siegen in Serie die ersten Punkte ab.

Der Vorjahresfünfte Freiburg findet sich unterdessen mit zwei Zählern auf dem Konto im unteren Tabellendrittel wieder.

„Wir haben es uns selbst zuzuschreiben. Wir hatten genügend Chancen, das 2:0 zu machen. Dann wäre das Spiel gegessen gewesen. Das war in den letzten Spielen schon so. Heute wurden wir dafür bestraft“, kritisierte Bayern-Kapitän Philipp Lahm, auch wenn die Münchner saisonübergreifend nun immerhin seit 29 Spielen ungeschlagen sind. Guardiola sprach trotz der Punktverluste von einer „sehr guten Leistung“. Die Mannschaft habe nach vorne gespielt. Bei einem 1:0 könne es aber immer passieren, dass noch der Ausgleich fällt. Trotzdem sei er stolz. Das war auch Freiburgs starker Torhüter Oliver Baumann. „Wir haben wahnsinnig gekämpft. Die Zuschauer haben uns nach vorne gepeitscht. Es ist schon witzig, wie sich das Spiel gedreht hat“, sagte der Keeper.

Den Coup für den Außenseiter machte dann Nicolas Höfler perfekt, als der Youngster vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion in der 86. Minute den überraschenden Ausgleichstreffer erzielte. Zuvor hatte unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw der Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri (33.) die Bayern in Führung gebracht. Das Spiel war wegen des Supercup-Endspiels gegen Europa-League-Gewinner Chelsea am Freitag in Prag vorverlegt worden.

Im Hinblick auf die erste große Titel-Entscheidung der Saison ließ Guardiola auch kräftig rotieren. Gleich sieben neue Spieler beorderte der Spanier in die Startelf. Nur Bastian Schweinsteiger, Dante, Manuel Neuer und Mario Götze behielten ihren Stammplatz aus dem Nürnberg-Spiel (2:0). So saßen Kapitän Philipp Lahm, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jérôme Boateng, Mario Mandzukic und David Alaba zunächst allesamt auf der Bank. Thiago Alcantara fehlte wie sein spanischer Landsmann Javi Martinez verletzungsbedingt. Zu allem Überfluss verletzte sich Schweinsteiger am Sprunggelenk. Sein Einsatz am Freitag ist fraglich.

OZ