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Sportmix Deutsche Kanuten bei Heim-WM im Goldrausch
Sportbuzzer Sportmix Deutsche Kanuten bei Heim-WM im Goldrausch
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00:00 02.09.2013
Starke Canadier-Fahrer: Das Weltmeister-Boot mit dem Neubrandenburger Erik Rebstock (3.v.l.). Fotos (2): dpa
Duisburg

Goldrausch beim Heimspiel: Die deutschen Kanuten sind der Konkurrenz bei den Weltmeisterschaften in Duisburg unaufhaltsam davongepaddelt und haben acht Goldmedaillen an Land gezogen. Mit zusätzlich fünf zweiten und zwei dritten Plätzen behauptete der erfolgreichste deutsche Sommersportverband bei den stimmungsvollen Titelkämpfen auf der Wedau-Regattastrecke seine internationale Vormachtstellung neben Ungarn eindrucksvoll.

Zu den siegreichen Booten gehörte auch der nichtolympische Canadier-Vierer mit dem Neubrandenburger Erik Rebstock. Sein Klubkollegen Martin Hollstein, Olympiasieger 2008 im K2, saß diesmal im Kajak-Vierer, der über 1000 Meter Platz 9 belegte.

„Ich hatte mir einiges erhofft. Aber ich hätte nie damit gerechnet, dass wir so etwas schaffen. Unser Team ist über sich hinausgewachsen. Das war beste Werbung für den Kanusport“, sagte Verbandspräsident Thomas Konietzko, der angesichts der Medaillenflut im Überschwang der Gefühle die Zuschauer zu La Ola animierte.

Die starke Ausbeute von drei Gold-, drei Silber- und einer Bronzemedaille in den besonders wichtigen zwölf olympischen Klassen veranlasste den eher zurückhaltenden Cheftrainer Reiner Kießler derweil zu einem dicken Lob an seine bärenstarken Athleten: „Ich kann nur den Hut ziehen. Wir haben dem großen Druck standgehalten.“ Neben seinen Top-Leuten konnte sich der Deutsche Kanu-Verband (DKV) auch auf den Nachwuchs verlassen. Das stimmte Sportdirektor Jens Kahl mit Blick auf das Fernziel Olympische Sommerspiele in Rio 2016 optimistisch. „Da sind wir auf einem sehr guten Weg. Unser Konzept stimmt. Es ist Wahnsinn, wie unsere Athleten die Vorgaben immer wieder umsetzen“, sagte Kahl.

Aus einer starken deutschen Mannschaft ragte das Erfolgsduo Franziska Weber/Tina Dietze (Potsdam/Leipzig) heraus. Mit Gold im olympischen Kajak-Zweier über 500 m erfüllten die Olympiasiegerinnen bereits am Samstag ihre hohe Zielsetzung. Am zweiten Finaltag legten sie Gold im nichtolympischen Zweier über 200 m nach. Gemeinsam mit der viermaligen Olympiasiegerin Katrin Wagner- Augustin (Potsdam) und Verena Hantl (Karlsruhe) holten sie zudem Silber im olympischen Vierer.

Große Emotionen zeigte der Olympiadritte Max Hoff (Essen) nach seinem fünften WM-Titel. Der 30-Jährige reckte nach der Zieldurchfahrt im Kajak-Einer nach 1000 m die Faust in die Höhe und brüllte seine Freude lautstark heraus. „Das ist unglaublich geil. Ich habe unheimlich viel dafür getan“, jubelte Hoff. Oliver Mucha

OZ

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