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Deutscher Doppelsieg: Degenkolb vor Greipel

Hamburg Deutscher Doppelsieg: Degenkolb vor Greipel

Der Thüringer setzt sich bei den Hamburger Cyclassics im Sprint vor dem gebürtigen Rostocker durch. Unfälle bei Hobbyradlern.

Hamburg. Endlich ist der Knoten geplatzt: Der Thüringer John Degenkolb holte sich als erster einheimischer Radprofi zwölf Jahre nach Erik Zabel den Sieg bei den Hamburger Cyclassics. Nach 246 Kilometern setzte sich der Sprinter aus dem niederländischen Argos-Shimano-Team, der bei der Tour de France vergeblich auf einen Etappensieg gehofft hatte, gegen André

Greipel durch und sorgte für einen deutschen Doppelsieg.

Auf den letzten 200 Metern kämpfte Degenkolb Mann gegen Mann gegen Greipel und ließ dem deutschen Straßenmeister keine Chance. Damit musste der gebürtige Rostocker auf der Mönckebergstraße wie im Vorjahr auch bei der 18. Austragung des einzigen WorldTour-Rennens hierzulande mit Rang zwei zufrieden sein. Er unterlag um eine halbe Radlänge. Dritter wurde der Norweger Alexander Kristoff.

Bis sieben Kilometer vor dem Ziel hatte der Niederländer Niki Terpstra alleine in Führung gelegen. Er setzte sich auf dem Anstieg zum Waseberg, der insgesamt viermal zu erklimmen war, von einer Spitzengruppe ab. Aber der Teamkollege von Tony Martin stand gegen die geballte Kraft der Verfolger im Finale auf verlorenem Posten. Im Spurt hatten Degenkolb und Greipel dieselbe gute Ausgangsposition. Die größeren Kraftreserven und vielleicht die Jugend gaben den Ausschlag für den 24-jährigen Degenkolb gegen seinen fünf Jahre älteren Widersacher.

Giro-Etappensieger Degenkolb trat in der Hansestadt die Nachfolge Zabels an. Bis Juni war der einst gefeierte deutsche Topsprinter Sportdirektor der Cyclassics. Dann kam sein verspätetes Doping-Geständnis und der Verzicht auf den Posten. Abgehakt ist das Engagement für die Veranstalter aber noch nicht. „Wenn Herr Zabel sich sortiert hat und bereit ist, aktiv an der Aufklärung mitzuarbeiten, ist es wichtig, dass er wieder eine Chance bekommt“, erklärte Cyclassics-Chef Frank Bertling. Durch die Zusammenarbeit mit der nationalen Anti-Doping-Agentur NADA versucht Zabel derzeit eine Art Resozialisierung.

Überschattet von schweren Stürzen haben etwa 20 000 Hobbyradfahrer bei den Jedermann-Rennen teilgenommen. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuz (DRK) erlitten zwei Teilnehmer schwerwiegende Schädelverletzungen. Ein weiterer Fahrer musste nach einem Herzinfarkt noch an der Strecke reanimiert werden.

Insgesamt sorgten 800 000 Zuschauer, die den Kurs säumten, für gute Stimmung.

 

OZ

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