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Dieser Sieg ist Millionen wert: Schalke in der Champions League

Saloniki Dieser Sieg ist Millionen wert: Schalke in der Champions League

Szalais Doppelschlag und Draxler sichern den Königsblauen den knappen Erfolg im Geisterspiel in Saloniki.

Saloniki. Schalke 04 hat im Millionen-Spiel die Nerven bewahrt und nach einer Zitterpartie zum sechsten Mal die Gruppenphase der Champions League erreicht. Neuzugang Adam Szalai (67./90.) und Jungstar Julian Draxler erzielten im „Geisterspiel“ bei PAOK Saloniki die Tore zum 3:2 (1:0) der Königsblauen, die nach dem 1:1 im Hinspiel trotz einer mäßigen Leistung den Absturz in die Europa League verhinderten und ihrem umstritten Trainer Jens Keller wieder etwas Luft verschafften. Schalkes „Jahrhunderttrainer“ Huub Stevens auf der PAOK-Bank war unglücklicher Verlierer im Duell mit seinem Ex-Klub.

Die Tore von Szalai und Draxler, der nach einer Gelb-Roten Karte gegen Jermaine Jones (64.) in Unterzahl traf und auch das 3:2 vorbereitete, sowie der Einzug in die lukrative Gruppenphase der Königsklasse konnte die Schalker Krise jedoch kaum überdecken. Die Gäste boten nach dem Fehlstart in die Bundesliga vor fast leeren Rängen im Touma-Stadion über weite Strecken ein Fehlpass-Festival.

Die mäßige, im Saisonverlauf jedoch beste Defensivleistung bescherte den Schalkern nach den Gegentreffern von Stefanos Athanasiadis (53.) und Kostas Katsouranis (79.) dennoch den 20-Millionen-Euro-Jackpot. „Wir konnten keinen Zauberfußball erwarten, doch wir sind Gott sei Dank mit Hängen und Würgen in die Champions League eingezogen“, sagte Draxler erleichtert und Max Meyer ergänzte: „Ich bin glücklich, dass wir weiter sind. Ich denke, wir haben mit einem Mann weniger bewiesen, dass wir es können.“ Auch Coach Keller war sichtbar erleichtert: „Wir machen es uns immer wieder selber schwer. Unter dem Strich ist aber entscheidend, dass wir weitergekommen sind.“

In der Begegnung fast ohne Zuschauer — nach einem Fan-Ausschluss der Uefa wegen wiederholter Ausschreitungen durften nur gut 120 Schalker und etwa 20 griechische VIP-Fans das Spiel in der ansonsten leeren Arena verfolgen — erwischten die Gäste einen guten Start. Nach einem Freistoß von Christian Fuchs hatte Jones schon in der zweiten Minute die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch.

Die Königsblauen waren danach in trister Atmosphäre zunächst das bestimmende Team, arbeiteten sich aber wie schon im Hinspiel kaum Chancen heraus. Dem Schalker Spiel nach vorne fehlten Plan, Tempo und Präzision. Nach der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel und vergrößerten die Schalker Verunsicherung.

Nach dem Platzverweis gegen Jones wegen wiederholten Foulspiels mussten die Schalker das Schlimmste befürchten, doch sie schlugen eiskalt zu. Der zuvor schwache Draxler spielte nach einem Traumpass des eingewechselten Max Meyer Torwart Jacobo aus und traf aus spitzem Winkel ins lange Eck.

 

Emanuel Reinke

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