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Sportmix Dortmund verkürzt Abstand zu den Bayern
Sportbuzzer Sportmix Dortmund verkürzt Abstand zu den Bayern
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01:35 22.08.2014

Borussia Dortmund bläst zum Angriff auf Primus FC Bayern München — nicht nur sportlich. Mit einer neuerlichen Kapitalerhöhung und dem Einstieg weiterer strategischer Partner erhöht der einzige börsennotierte deutsche Fußballklub seinen finanziellen Spielraum beträchtlich.

Voller Stolz gab BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kurz vor dem Saisonstart die Zusage von Ausrüster Puma, Stadion- Namensgeber Signal Iduna und Hauptsponsor Evonik bekannt, größere Aktienpakete zu erwerben. „Der BVB ist dann bald schuldenfrei und hat auch noch ein ganz ordentliches Festgeldkonto — aber wir werden unsere Bodenständigkeit nicht ein bisschen verlieren.“

Damit wandelt der Revierklub auf den Spuren des FC Bayern. Beim deutschen Rekordmeister halten mit Adidas, Allianz und Audi drei Unternehmen zu gleichen Teilen insgesamt 25 Prozent der Anteile. Wie erwartet nutzt der BVB das gesamte von der Hauptversammlung genehmigte Kapital und gibt insgesamt 24,6 Millionen neue Aktien aus.

Erwartet wird ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 114 Millionen Euro. Schon vor rund zwei Monaten hatte Evonik rund neun Prozent der Aktien übernommen und dem Meisterschaftszweiten der vorigen Saison rund 26 Millionen Euro in die Kassen gespült. 40 Millionen Euro sollen nach Vereinsangaben in die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten fließen. Zudem gab Geschäftsführer Watzke bekannt, dass Signal Iduna sich für fünf weitere Jahre bis zum 30. Juni 2026 die Namensrechte an der Dortmunder Arena gesichert hat.

Die BVB-Aktie legte deutlich zu. Am späten Nachmittag gewann sie mehr als ein Prozent auf 4,97 Euro dazu. Mit dem jüngsten Deal festigt der noch 2005 von der Insolvenz bedrohte BVB seinen Status als einer der beiden Branchenführer und verkleinert die große finanzielle Kluft zu den Münchnern.



OZ

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