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Eintracht verschafft sich mit 5:2-Sieg Luft

Nürnberg Eintracht verschafft sich mit 5:2-Sieg Luft

Selbst der höchste Saisonsieg seiner Frankfurter Eintracht konnte Armin Vehs Schmerzen kaum lindern.

Nürnberg. Selbst der höchste Saisonsieg seiner Frankfurter Eintracht konnte Armin Vehs Schmerzen kaum lindern. „Das war kein Befreiungsschlag, jede Woche kann sich die Konstellation wieder ändern“, stellte der 53-Jährige nach dem überraschend deutlichen 5:2-Erfolg beim Abstiegskonkurrenten 1. FC Nürnberg fest. Ausgerechnet beim Jubeln hatte der Coach gestern am Spielfeldrand eine Wadenzerrung erlitten — vielleicht auch deshalb gab er sich kurz darauf total sachlich. „Das war ein verdienter Sieg, mehr aber nicht“, sagte Veh. Er befand mit Blick auf den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga: „Das wird bis zum Schluss ein Nervenspiel.“

Die Frankfurter haben zumindest ihre Ausgangsposition verbessert: Nach zuletzt drei Auswärtsspielen baute Vehs Team den Abstand zum Relegationsplatz immerhin von vier auf sechs Zähler aus, die Franken rutschten nach einer enttäuschenden Heimvorstellung und der vierten Niederlage in Seriewieder auf Rang 17 ab. Spätestens nach der Roten Karte gegen Javier Pinola (80.) wegen einer Notbremse war das Spiel entschieden.

„In der ersten Halbzeit war nur Angst da. Da haben wir gespielt wie ein Absteiger“, klagte Club- Trainer Gertjan Veerbek. Bis zum Spiel am Mittwoch gegen den VfB Stuttgart müsse nun alles getan werden, „um das Selbstvertrauen zurückzuholen“, erklärte der Niederländer. Sein Torhüter Raphael Schäfer stellte fest: „Wenn wir dieses Spiel nehmen, muss man sich Sorgen machen.“

Nach einem haarsträubenden Fehler von Emanuel Pogatetz nutzte Barnetta früh das erste Nürnberger Geschenk. Die Gastgeber durften fast froh sein, dass es nur mit einem 0:1 in die Kabinen ging. Doch vier Minuten nach dem Wiederanpfiff holten die Gäste nach, was sie zuvor versäumt hatten. Aigner tauchte frei vor Schäfer auf. Statt selbst zu schießen, legte er quer — Joselu traf. Madlung erhöhte dann auf 3:0, doch der Abwehrspieler staubte aus eindeutig abseitsverdächtiger Position ab.

Die Treffer von Drmic und Campana kamen zu spät, um die Partie noch mal zu drehen. Als Nürnbergs Pinola Joselu kurz vor der Strafraumgrenze von den Beinen holte, gewannen die Frankfurter in Überzahl wieder die Oberhand. Der starke Joselu machte nach einem Konter alles klar, ehe Kadlec sogar noch auf 5:2 erhöhte und den Frankfurtern ihren höchsten Sieg im 26. Saisonspiel sicherte.

 



OZ

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