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Eishockey Das DEB-Team: NHL-Stars, Youngster, WM-Überraschungen:
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08:44 04.05.2018
Die deutschen Spieler um Kapitän Dennis treffen zum Auftakt der WM auf Gastgeber Dänemark. Quelle: Marius Becker
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Herning

Kein Christian Ehrhoff, kein Marcel Goc, kein Patrick Reimer, auch kein Danny aus den Birken. Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm muss bei der WM in Dänemark auf prominente Spieler verzichten. Auf zehn Olympia-Zweite kann er vertrauen, 15 fehlen.

Auch die NHL-Profis Thomas Greiss und Tobias Rieder sagten ab. Dafür hat der 39-Jährige das NHL-Trio Leon Draisaitl, Dennis Seidenberg und Korbinian Holzer sowie acht WM-Debütanten dabei. Am 4. Mai beginnt für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) mit dem Spiel gegen Gastgeber Dänemark das Turnier.

Ein Überblick über den WM-Kader:

TORHÜTER 

MATHIAS NIEDERBERGER (Düsseldorfer EG/25 Jahre): Ein Mann für die Zukunft und WM-Debütant. Der Düsseldorfer könnte Streichkandidat sein, falls NHL-Goalie Philipp Grubauer nachkommt.

TIMO PIELMEIER (ERC Ingolstadt/28): Bei Olympia in der Vorrunde gegen Schweden überragend, musste sich dann mit der Ersatzrolle hinter Danny aus den Birken begnügen. Aus dem Goalie-Trio als Einziger mit WM-Erfahrung.

NIKLAS TREUTLE (Nürnberg Ice Tigers/27): In der abgelaufenen DEL-Saison der Torhüter mit den besten Statistiken. Sturm berief ihn in der Vorbereitung zunächst, weil er ihn noch nicht so gut kannte.

VERTEIDIGER

BERNHARD EBNER (Düsseldorfer EG/27): Nach einer durchwachsenen Saison einer der Spieler, die ohne die Absagen nicht dabei wären. Überraschung im Aufgebot, WM-Debütant.

KORBINIAN HOLZER (Anaheim Ducks/NHL/30): Als eine Leitfigur gefordert, hat allerdings in der NHL Probleme, sich durchzusetzen. Kommt in dieser Saison nur auf 16 Einsätze für Anaheim.

BJÖRN KRUPP (Grizzlys Wolfsburg/27): Sohn des früheren Bundestrainers und Stanley-Cup-Siegers Uwe Krupp. Weniger Talent als sein Vater, aber ein Teamarbeiter, der seine Rolle zuverlässig erfüllt.

OLIVER MEBUS (Nürnberg Ice Tigers/25): Starke Saison für Nürnberg. Dürfte dennoch von Absagen profitiert haben. Robuster Verteidiger.

JONAS MÜLLER (Eisbären Berlin/22): Top-Talent. Steigerte sich durch Olympia. Schoss im Finale das zwischenzeitliche 3:2.

MORITZ MÜLLER (Kölner Haie/31): Einer der Erfahrensten. In der Abwehr ein harter Arbeiter. Hat oft einen lockeren Spruch auf den Lippen.

DENNIS SEIDENBERG (New York Islanders/NHL/36): Stanley-Cup-Sieger, der Älteste im Team. Wurde als bester Verteidiger der Heim-WM 2017 ausgezeichnet. Sein Kontrakt in New York ist ausgelaufen, kam in dieser Saison nur wenig zum Einsatz.

YANNIC SEIDENBERG (EHC Red Bull München/34): Der Bruder von Dennis Seidenberg wurde vom Stürmer zum Abwehrspieler umgeschult. Wurde bester Verteidiger der DEL-Saison. Wertvoll bei Olympia.

STÜRMER 

LEON DRAISAITL (Edmonton Oilers/NHL/22): Der Star. Von ihm hängt viel ab. Muss mit dem niedrigeren Niveau der Mitspieler zurechtkommen - im Vergleich zu den Oilers.

YASIN EHLIZ (Nürnberg Ice Tigers/25): Vom Boulevard einst Eis-Özil getauft. Zweiter Nationalspieler mit türkischen Wurzeln. Bei Olympia manchmal mit unnötigen Fouls.

MARKUS EISENSCHMID (Laval Rocket/AHL/23): Machte in der unterklassigen nordamerikanischen Liga AHL auf sich aufmerksam. Seine beiden Schwestern haben ihm Nationalteam-Erfahrung voraus.

PATRICK HAGER (EHC Red Bull München/29): Einer der Talentiertesten. Bei Olympia mit sieben Scorerpunkten bester deutscher Stürmer.

MIRKO HÖFFLIN (Schwenninger Wild Wings/25): War eigentlich aus dem vorläufigen Kader gestrichen worden. Rutschte aber kurzfristig durch die Knieverletzung von Marcel Müller ins WM-Aufgebot.

DOMINIK KAHUN (EHC Red Bull München/22): Riesiges Talent. Unterschrieb nach dem dritten Meistertitel mit München einen NHL-Vertrag bei den Chicago Blackhawks.

NICOLAS KRÄMMER (Kölner Haie/25): Zum Vorbereitungsauftakt Kapitän eines deutschen Rumpfteams. Wechselt nach einer eher schwächeren Saison für Köln nach Mannheim.

MARC MICHAELIS (Minnesota State University/22): Reist als College-Spieler erstmals zur WM. Hat das Potenzial zu überraschen.

MARCEL NOEBELS (Eisbären Berlin/26): Ein Kämpfer. Mehr Potenzial, als er zeigt. Gewann durch Olympia an Selbstvertrauen.

DANIEL PIETTA (Krefeld Pinguine/31): Ist ein guter DEL-Spieler, aber blieb den Nachweis der internationalen Klasse bislang schuldig.

MATTHIAS PLACHTA (Adler Mannheim/26): Versuchte sich erfolglos in Nordamerika, hat aber einen auch international gefürchteten Handgelenksschuss.

FREDERIK TIFFELS (Wheeling Nailers/ECHL/22): Senkrechtstarter der Heim-WM 2017, damals als College-Spieler. Unterschrieb dann beim NHL-Team aus Pittsburgh. Wurde in die unterklassigen AHL und ECHL zurückgestuft.

SEBASTIAN UVIRA (Kölner Haie/25): Ein Profiteur des Neuanfangs, erstmals bei der WM.

MANUEL WIEDERER (San Jose Barracuda/AHL/21): War vorher noch nie beim Nationalteam dabei, reist ohne ein einziges Länderspiel zur WM.

dpa

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