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Eishockey Deutsches Eishockey-Nationalteam fordert Russland
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07:42 08.05.2017
Gegen die USA hatte die deutsche Nationalmannschaft Grund zu jubeln. Das Spiel gegen Russland dürfte schwieriger werden. Quelle: Monika Skolimowska
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Köln

Im dritten Vorrundenspiel der Eishockey-WM in Köln und Paris steht die deutsche Nationalmannschaft heute erneut vor einer riesigen Herausforderung. Gegner ist Rekordweltmeister Russland (16.15 Uhr). Ein deutscher Sieg wäre eine Sensation.

DER GEGNER: Russland ist 27-facher Weltmeister, Rekordchampion und neben Kanada und Schweden Topfavorit. Noch tritt die Sbornaja ohne Superstar Alexander Owetschkin an, der wie Deutschlands Nationalkeeper Philipp Grubauer mit den Washington Capitals in den NHL-Playoffs gegen das Aus ankämpft. Bislang gehören fünf NHL-Profis zum russischen Aufgebot, den Kern des Teams bilden Spieler aus der starken osteuropäischen KHL. Trainer ist Oleg Snarok, der einst in der zweiten deutschen Liga spielte und einen deutschen Pass hat.

DIE AUSGANGSLAGE: Das deutsche Eishockey-Team muss ein 2:7 gegen die starken Schweden verdauen, hat aber dank des 2:1 zum Auftakt gegen die USA schon drei Punkte auf dem angestrebten Weg ins Viertelfinale gesammelt. Russland rang Schweden 2:1 nach Penaltyschießen nieder und demütigte Italien mit einem 10:1-Sieg.

DIE STATISTIK: Von 37 WM-Duellen hat die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes nur eins gewonnen: 2011 in der Vorrunde in Bratislava mit 2:0. Die höchste Niederlage war ein 2:18 im Jahr 1973.

PERSONAL: Der frühere NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff hat in den bisherigen beiden WM-Partien wegen einer Oberkörperverletzung gefehlt. In der nicht immer sicheren Defensive wurde der 34-Jährige schmerzlich vermisst, auch wenn er zuletzt nicht in Topform war. Ehrhoff droht das Turnier-Aus. Ein möglicher Einsatz gegen Russland soll erst am Montagmorgen entschieden werden. Bundestrainer Marco Sturm erwägt auch, Stürmer Yannic Seidenberg in der Abwehr einzusetzen. Die Position hat er in München schon gespielt.

DAS SAGT DER BUNDESTRAINER: Marco Sturm fordert eine Reaktion nach der 2:7-Klatsche gegen Schweden, warnte aber: „Die Chancen sind wie in den letzten beiden Spielen auch. Sie sind eine Klasse für sich.“

DIE AUSSICHTEN: Am Dienstag hat das deutsche Team spielfrei. Kapitän Ehrhoff hätte noch einen Tag Pause, um für die wichtige Vorrundenphase fit zu werden. Am Mittwoch trifft das DEB-Team auf die Slowakei. Es folgen Partien gegen Dänemark, Italien und Lettland - alles vermeintlich einfachere Gegner als in den ersten drei Spielen.

dpa

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