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Eishockey Eisbären erzwingen DEL-Showdown: 5:3 gegen Meister München
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12:43 30.04.2018
Daniel Fischbuch (l-r), Daniel Richmond und Thomas Oppenheimer jubeln über ein Tor für die Eisbären. Quelle: Gregor Fischer
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Berlin

Der EHC Red Bull München hat auch die zweite Chance zur vorzeitigen dritten Eishockey-Meisterschaft in Serie verpasst und muss in einen entscheidenden Showdown gegen die Eisbären Berlin.

Der Hauptstadt-Club von Trainer Uwe Krupp gewann das sechste Playoff-Halbfinale in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach ganz starker Vorstellung verdient mit 5:3 (1:1, 1:0, 3:2) gegen den großen Favoriten. Nach Toren von Louis-Marc Aubry (4. Minute), James Sheppard (23.), Jamie MacQueen (41.), Daniel Fischbuch (45.) und Kai Wissmann (58.) kann der einstige Serienmeister nun im siebten Match der Best-of-Seven-Serie den ersten Titel seit 2013 holen.

„Uns hat jeder schon abgeschrieben. Die einzigen, die an uns geglaubt haben, waren wir selbst“, sagte Eisbären-Angreifer Martin Buchwieser nach dem Match bei Telekomsport. Nach vier Spielen hatte München in der Serie schon 3:1 nach Siegen geführt, ist nun aber drauf und dran, als erstes DEL-Team überhaupt so einen Vorsprung noch zu verspielen. „Die Energie ist schon noch da, wir müssen einfach mehr dagegen halten. Ein siebtes Spiel hat immer seine eigenen Gesetze“, sagte Münchens Angreifer Keith Aucoin.

Sein Team spielte zu nervös, zu undiszipliniert und hatte in einigen Phasen zudem Pech mit Schiedsrichterentscheidungen. Konrad Abeltshauser (9.), Mads Christensen (58.) und Patrick Hager (59.) schossen die Tore für die Mannschaft von Trainer Don Jackson, der am Donnerstag zum achten Mal Meister werden will und einst die Eisbären zu fünf DEL-Titeln geführt hatte. Schon am Sonntag hatte München die Meisterparty in eigener Halle durch ein spektakuläres 5:6 verpasst.

Angetreten in den roten Gewinner-Trikots vom Sonntag machten die Eisbären wieder von Beginn an mächtig Druck. Der verdiente Lohn war die Führung durch das zehnte Playoff-Tor von Aubry. Der Kanadier profitierte von einem Geniestreich des Olympia-Silber-Gewinners Jonas Müller. Der 22 Jahre alte Nationalverteidiger leistete die Vorarbeit mit einem Traumpass. Erst danach kam der Titelverteidiger besser ins Spiel und sorgte für ein ausgeglichenes, hochklassiges erstes Drittel. Nationalspieler Abeltshauser glich schnell aus.

Unnötig geriet Berlin dann in Unterzahl, zeigte aber auch nach Wiederanpfiff ein überragendes Defensivspiel mit nur drei gegen vier Feldspielern. Selbstbewusst setzten die Eisbären-Angreifer anschließend den Favoriten unter Druck und erzwangen die erneute Führung geradezu. Eine scharfe Hereingabe von Sheppard lenkte Münchens Jason Jaffray unglücklich in Bedrängnis ins eigene Netz.

Anschließend haderten die Gäste auch mit den Unparteiischen, die ein Check von Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann in Jaffrays Gesicht nicht ahndeten. Dies brachte die Gäste aus der Fassung. Münchens „bad guy“ Steven Pinizzotto wurde für eine seiner gewohnt vielen Provokationen hinaus gestellt und Abeltshauser bekam eine zehnminütige Disziplinarstrafe wegen offensichtlich unschöner Worte in Richtung Schiedsrichter. Wenig später folgte noch Keith Aulie auf die Strafbank. So kam der EHC nicht zurück ins Spiel.

Stattdessen erhöhte Berlin in Überzahl auf 3:1, wenig später traf Angreifer Fischbuch mit seinem ersten Playoff-Tor. Das Spiel war entschieden, daran änderten auch die Anschlusstore von Christensen und Hager nichts mehr. Zwischenzeitlich hatte Wissmann ins leere Münchner Tor getroffen.

Am Donnerstag gibt es nun entweder den ersten Titel-Hattrick in der DEL für München seit den Meisterschaften der Berliner zwischen 2011 und 2013. Oder die Eisbären ziehen nach Titel mit der Düsseldorfer EG oder den Kölner Haien gleich.

dpa

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