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Eishockey DEB-Team bezwingt Frankreich nach Verlängerung
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23:23 25.04.2018
Der Franzose Guillaume Leclerc (l) und DEB-Akteur Frederik Tiffels fighten um den Puck. Quelle: Arne Immanuel Bänsch
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Berlin

Mit Weltklasse-Stürmer Leon Draisaitl hat der Olympia-Zweite Deutschland 14 Tage vor WM-Beginn einen zweiten Sieg innerhalb von 48 Stunden gefeiert.

Das Team von Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm hatte in Berlin mit Testspiel-Gegner Frankreich aber erhebliche Schwierigkeiten und kam nur zu einem 2:1 (0:0, 0:1, 1:0) nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer machte Yasin Ehliz nach 3:03 Minuten der Overtime.

In der regulären Spielzeit war das erste Tor für den schwer in die Gänge kommende DEB-Auswahl gegen couragierte Franzosen erst in der 42. Minute durch Superstar Draisaitl gefallen. Am Donnerstag war Frankreich in Wolfsburg noch mit 7:1 abgefertigt worden. „Ich hatte 14 Tage Pause und bin noch ein bisschen müde. Ich hoffe, dass es von Spiel zu Spiel besser wird“, sagte Torschütze Draisaitl.

Die wegen der DEL-Finalserie weiter ersatzgeschwächte Nationalmannschaft kam vor 4600 Zuschauern im ausverkauften Blechpalast nur schwer in Tritt. Nur drei Silbermedaillengewinner von Pyeongchang standen im Kader. Der Bundestrainer wollte dem mühsamen Sieg aber keine überhöhte Bedeutung beimessen. „Man muss auch nicht so schöne Spiele gewinnen. Je länger Leon auf dem Eis stand, desto stärker wurde er. Er tut uns gut“, sagte Sturm.

Der dritte Sieg im sechsten Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft in Dänemark (4. bis 20. Mai) war schwer erkämpft aber wegen des stärkeren Finales verdient. Zuletzt hatte die DEB-Auswahl gegen die Slowakei 1:2 nach Penalty-Schießen und 1:4 verloren.

Kapitän Draisaitl von den Edmonton Oilers, der in Wolfsburg wegen eines Jetlags noch pausiert hatte, überzeugte erst zu Spielende. Zwar hatte er nach fünf Minuten die erste dicke Chance für den Gastgeber. Aber er traf zunächst ebenso wenig wie seine Team-Kollegen. Erst nach seinem ersten Treffer im letzten Drittel kam er besser in Schwung.

Die Franzosen waren stärker als zuletzt in Wolfsburg und erspielten sich im ersten Drittel sogar leichte optische Vorteile. Der Eindruck setzte sich im zweiten Durchgang fort - in der 26. Minute gelang den Gästen durch Anthony Rech sogar der erste Treffer. Der Torschütze lief alleine auf den nach 29 Minuten für Niklas Treutle eingewechselten Keeper Mathias Niederberger zu und traf durch die Schoner.

Nach Draisaitl wartet Sturm auf weitere Verstärkung aus der NHL: Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg von den New York Islanders stößt dazu. Auch Verteidiger Korbinian Holzer (Anaheim) wird laut Sturm nach dem Playoff-Aus in der NHL zum Kader gehören, Stürmer Tobias Rieder aus Los Angeles hat dagegen abgesagt. Die Nationalspieler der DEL-Finalisten aus München und Berlin, darunter zehn Olympiazweite, kommen dagegen wohl erst kurz vor dem Start der Titelkämpfe dazu.

In Dänemark muss Sturm auf mindestens neun Olympia-Helden verzichten, darunter auch Kapitän Marcel Goc, Olympia-Fahnenträger Christian Ehrhoff und Torjäger Patrick Reimer. Das Führungsspieler-Trio war nach der Olympia-Sensation zurück getreten.

dpa

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